Probe-Feueralarm in der „Oberschule am Geestmoor“ Rehden / Evakuierung läuft planmäßig / Initiatoren zufrieden

„Am Anfang war es schon etwas gruselig“

Auf einer Rasenfläche sammelte sich die gesamte evakuierte Schülerschaft der Oberschule Rehden. ·
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Auf einer Rasenfläche sammelte sich die gesamte evakuierte Schülerschaft der Oberschule Rehden. ·

Lemfoerde - REHDEN · Ein gewöhnlicher Freitagvormittag in der „Oberschule am Geestmoor“ Rehden. Der Unterricht läuft, die Schüler sitzen in den verschiedenen Klassenräumen und beschäftigen sich mit Mathematik, Geschichte oder Biologie. Auf den Fluren ist es ruhig. Plötzlich, es ist 10.22 Uhr, löst die Brandmeldeanlage der Schule aus, unmittelbar darauf wird die Feuerwehr alarmiert. Alle Personen werden sofort aus dem Gebäude evakuiert.

Einen Probe-Feueralarm gab es gestern in der Oberschule Rehden. Um das Szenario möglichst realistisch erscheinen zu lassen, zündete Hausmeister Christian Mangels im Flur des Obergeschosses eine Nebelkerze. Neben dem Hausmeister waren von Seiten der Schule nur der Leiter Rainer Fritzsche und Sicherheitsbeauftragter Christian Quetschke über die Übung informiert. „Für die Klassen kommt es darauf an, ruhig und diszipliniert die Schule zu verlassen“, erläutert Quetschke. Anhand des Klassenbuches hatten die Lehrer die Aufgabe, die Vollständigkeit ihrer Schüler zu überprüfen und sie dem Rektor zu melden. In den Klassen sei es wichtig, Fenster zu schließen, Türen zu öffnen und Schultaschen liegen zu lassen. Fritzsche lobte das Verhalten von Schülern und Kollegium: „Alle haben sich ruhig verhalten, haben nicht gedrängelt oder überholt.“ Auch seien alle Taschen zurückgelassen worden. Allerdings wurden nicht in allen Fällen die Fenster geschlossen.

„Wir machen diese Übung, um herauszufinden, was klappt und was nicht, wo es noch Mängel gibt“, erklärt der Sicherheitsbeauftragte. So müsse eine Tür im Obergeschoss, die verschlossen war, mit einem Notentriegelungsgriff nachgerüstet werden. Auch rastete die Eingangstür der Bildungseinrichtung beim Öffnen nicht ein. Dieser Missstand sei laut Hausmeister Mangels bereits dem Landkreis gemeldet und werde in Kürze behoben. Eine Evakuierungsübung gebe es nach Angaben Quetschkes einmal jährlich, dieses Ausmaß mit Alarmierung der Feuerwehr sei jedoch seltener.

Sämtliche etwa 230 evakuierte Schüler sammelten sich auf der Rasenfläche hinter dem Feuerwehrhaus. Von dort aus wurden sie durch den Musikraum in die Mensa geführt. „Auch das klappte reibungslos“, zeigte sich Fritzsche erleichtert.

Mit zwölf Einsatzkräften und vier Fahrzeugen rückten die Ortsfeuerwehren Rehden und Wetschen aus. Um 10.29 Uhr fuhr das erste Fahrzeug auf den Schulhof. Die Einsatzleitung hatte Claus Mackenstedt, Rehdens Ortsbrandmeister, inne. Vorrangiger Inhalt der Übung für die Feuerwehr war zunächst die Bergung einer verletzten Person. „Menschenrettung geht immer vor Brandbekämpfung“, weiß Mackenstedt. So machte sich ein Atemschutztrupp mit Wasserversorgung zum Selbstschutz, die über das Fahrzeug erstellt wurde, auf in das Gebäude zur Bergung der verletzten Person. Anschließend wurde eine Wasserversorgung über einen Hydranten aufgebaut.

„Vom Schulhof aus können wir alle Gebäudeteile gut erreichen“, analysierte der Ortsbrandmeister hinsichtlich eines möglichen Ernstfalls. Mit dem Verlauf der Übung zeigte er sich vollauf zufrieden: „Es ist sehr gut gelaufen. Alles ging schnell und ordentlich ab. Als wir eintrafen, waren die Schüler schon evakuiert.“ Gravierende Mängel fielen ihm nicht auf.

Auch die Schüler waren beeindruckt: „Erst war es schon gruselig“, sagte Antonia Richter aus der 6a. Angst, dass es wirklich brennen würde, hatten die Sechstklässlerinnen allerdings nicht: „Nach und nach sprach sich unter den Schülern herum, dass es nur eine Übung ist“, schilderte Josefin Schwericke. Ihre Klassenkameradin Julika Staas meinte: „Die Übung ist vor allem für die neuen Schüler sinnvoll, damit sie wissen, wie sie sich verhalten müssen.“

Maik Schäfer aus der 9a Realschule schätzt das Szenario wie folgt ein: „Es war sehr realistisch. Bei dem ganzen Rauch waren wir uns erst nicht sicher, ob es wirklich brennt. Erst als wir die Klassen verließen, haben wir gemerkt, dass es eine Übung ist.“ Es habe alles gut geklappt, freute sich der Jugendliche. · hkl

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