Tierkommunikatorin Sarah Rogalski „unterhält“ sich per Telepathie mit Tieren

„Am Anfang reagieren die Leute eher skeptisch“

Tierkommunikatorin Sarah Rogalski mit ihrem Pferd „Prinz“. ·

Bruchhausen - SCHWARME · „Am Anfang reagieren die Leute eher skeptisch. Sie nehmen es nicht ernst und können nicht glauben, dass es wirklich funktioniert“, berichtet Sarah Rogalski. Laut der 23-Jährigen klappt bei ihr Gedankenübertragung aber sehr gut. Die Schwarmerin arbeitet als Tierkommunikatorin und „spricht“ mit den Tieren über deren Gefühle, Sorgen und Wünsche.

„Tierkommunikation ist die telepathische Verständigung mit Tieren, die es mir ermöglicht, alles mögliche vom Tier in Erfahrung zu bringen“, erklärt die gelernte Bürokauffrau das Prinzip. Auf diese Art vermittelt sie zwischen Mensch und Tier und hilft, Probleme und Ängste in den Griff zu bekommen. Da Tiere keine Sprache mit Worten beherrschen, funktioniert das Senden und Empfangen laut Sarah Rogalski über Bilder, Gefühle und Eindrücke, die sie in einen direkten Dialog übersetzt. „Natürlich sprechen sie kein Englisch oder Deutsch“, lacht die Schwarmerin, „es ist eine durchsichtige Verbindung, die ich zum Beispiel durch ein Foto aufbaue.“

Einen persönlichen Kontakt braucht sie nicht. Es ist egal, ob das Tier nebenan sitzt oder 500 Kilometer entfernt ist – Ihr reicht ein Foto aus, um mit dem Tier zu „sprechen“. „Das ist wie mit einem Radio, da kommen die Wellen auch in jedem Haushalt an“, versucht Sarah Rogalski das Prinzip zu erklären. Am häufigsten hat Rogalski mit Hunden, Katzen und Pferden zu tun, die entweder durch komisches Verhalten auffallen, verschwunden sind oder dessen Besitzer wissen möchte, wie es seinem Tier geht. „Ein Gespräch dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Ich habe schon des öfteren entlaufene Tiere wiedergefunden. Sie beschreiben mir ihre Umgebung, in der sie sich gerade aufhalten. Dies teile ich dann am Telefon oder per E-Mail dem Besitzer mit“, so die 23-Jährige, die seit kurzem in Vollzeit als Tierkommunikatorin tätig ist.

Durch Zufall war sie in einer Fernsehdokumentation auf das Thema Tierkommunikation aufmerksam geworden. „Am Anfang habe ich das auch nicht geglaubt und die Leute für verrückt erklärt. Ich habe es dann aber doch mal ausprobiert und erste Erfolge gehabt“, erzählt die 23-Jährige von den Anfängen. Bereits seit acht Jahren ist die Schwarmerin als „Dolmetscherin“ tätig.

Mittlerweile hat sie sich an die komischen Blicke ihrer Mitmenschen gewöhnt und geht offen mit dem Thema um. „Es dauert wahrscheinlich noch seine Zeit, bis sich der Beruf weiter verbreitet“, so Sarah Rogalski. „Ich war am Anfang ihre größte Kritikerin, bis ich gesehen habe, dass es wirklich funktioniert“, erzählt ihre Freundin Svenja Gadow. · ml

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