Die Stadt lädt zu astronomischer Schau auf den Hohen Berg ein / Idee von Hobbyastronom Helmut Prekel

Dem Andromedanebel ganz nah

Was sieht der Bürgermeister? Dr. Harald Behrens schaut in seinem Zimmer im Beisein von Hobbyastronom Helmut Prekel und den Verwaltungsmitarbeiterinnen Katrin Wilken (r.) und Angelika Hanel durch ein Fernrohr.

Syke - (vog) · Wer den Sternen immer schon einmal näher sein wollte, hat bald Gelegenheit dazu. Die Stadt lädt zum öffentlichen astronomischen Schauen auf den Turm des Hohen Bergs ein.

Die Idee hatte Helmut Prekel. Der Hobbyastronom hat mittlerweile neben Bürgermeister Dr. Harald Behrens auch Stadtbiologin Angelika Hanel und die Kulturbeauftragte Katrin Wilken angesteckt mit dem baldigen  Sternegucken.

Das Rathaus-Trio freut sich deshalb auf die Fernschau-Premiere am Hohen Berg am Sonnabend, 21. August. Ab 22 Uhr laden Helmut Prekel und andere engagierte Hobbyastronomen zum Blick in den Himmel ein. Fernrohre stehen zur Verfügung.

„Wir haben einen Hohen Berg und einen hohe Turm. Da muss was geschehen, das wussten wir immer“, sagt Behrens. Auch Prekel hat das Projekt bereits gepackt. „Viele Leute wollten es immer, haben aber noch nie den Saturn gesehen. Jetzt ist es möglich“, erklärt der Diplom-Physiker und erwartet großes Interesse bei den Bürgern. Darauf setzen auch Hanel und Wilken, die sich eine Attraktivierung des Turms versprechen. Wenn es gut läuft, sind im Monat zwei Beobachtungsabende geplant. Am 21. August, vorausgesetzt der Himmel ist klar, sind unter anderem der Andromedanebel, der Ringnebel in der Leier, der Mond und der Jupiter mit seinen Monden zu sehen.

Prekel ist Mitarbeiter des Bimaq (Bremer Instituts für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft) und seit Jahren leidenschaftlicher Hobbyastronom. Ein Sucher, der mental durchaus Ähnlichkeiten mit Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise hat. Auch den zog es in der US-Serie in unbekannte Bereiche des Universums.

Von gleichem Drang ist auch Prekel beseelt. Auch er forscht in den Weiten der Galaxien nach Sternen und Spiralnebeln. Seine Augen leuchten, wenn er davon erzählt, dass er schon mal im Winter von 20 Uhr bis morgens um 6 Uhr den Jupiter beobachtet hat.

Die Sterne ins Haus holt sich der Bassumer mit einem Newton-Reflektor. Einem 26 Kilogramm schweren Teleskop mit kurzer Brennweite und Parabolspiegeln. Geeignet ist die Apparatur zum Auffinden von lichtschwachen Galaxien.

„Den Mond sehe ich auch immer mal wieder gern“, erklärt Prekel, bezeichnet ihn aber als einen Störenfried, da der Erdtrabant den Himmel zu sehr aufhelle. Das beeinträchtige das Schauen in die Tiefe des Alls.

Entsteht denn jetzt auf dem Hohen Berg eine Sternwarte? „Keine stationäre, aber eine mobile“, sagt der Bürgermeister.

Prekel verspricht sich einiges von dem Standort Turm. Besonders aber vom Land, weil es dort abends und nachts noch dunkel sei und nicht so hell wie beispielsweise in Bremen.

Behrens könnte sich durchaus am Hohen Berg einen astronomischen Lehrpfad vorstellen und damit auch eine feste Kooperationsbasis mit Schulen.

Nähere Information zum astronomischen „Public Viewing“ gibt es im Rathaus unter 04242/164222.

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