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Alte Wache in Weyhe-Leeste: Neues Dach für Siebziger-Jahre-Bau

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Der Unterstand aus grauem Beton über dem linken Eingang zur Alten Wache soll im Zuge der Sanierung verschwinden. Später soll zwischen beide Eingänge ein Bushaltehäuschen kommen.
Beton vor der Wache: Der Unterstand links im Bild soll im Zuge der Sanierung verschwinden. Später soll zwischen beide Eingänge ein Bushaltehäuschen kommen. © Wittenberg

Sanierung ab Montag: Bei der Umgestaltung des Henry-Wetjen-Platzes in Weyhe-Leeste kommt nun die Alte Wache zum Zug.

Leeste – So alt ist die Alte Wache noch nicht. Und für die Architektur hat Weyhes Stadtplaner Christian Silberhorn durchaus etwas übrig: Das in den 1960er-Jahren geplante und in den 1970er-Jahren umgesetzte ehemalige Behördenhaus sei seinerzeit „ganz hochwertig gebaut“ worden, „ein sehr schön strukturiertes Gebäude“.

Aber, so Silberhorn: „Wir haben ein paar bauliche Probleme.“ Die könnte man so zusammenfassen: Nicht alles, was vor 50 Jahren der letzte Schrei war, ist gut gealtert. Diese Probleme kann die Gemeinde, der das Gebäude gehört, im Zuge des städtebaulich geförderten Umbaus des Henry-Wetjen-Platzes nun angehen. Losgehen soll es in den kommenden Tagen.

Mehrere Bau-Probleme an der Alten Wache: Flachdach, Alu-Fenster, Beton-Unterstand

Da wäre vor allem das Flachdach, das man, wie seinerzeit üblich, ohne Neigung angelegt hat. Bei Regen wirke so eine Konstruktion wie eine Badewanne, so Silberhorn. Das soll nun durch ein flach geneigtes Dach abgelöst werden, um einen richtigen Abfluss des Regenwassers zu erreichen. Von außen werde diese Veränderung aber so gut wie nicht sichtbar sein. Perspektivisch soll das neue Dach auch eine Photovoltaik-Anlage bekommen.

Die Arbeiten an der Alten Wache beginnen in diesen Tagen mit dem Rückschnitt des Tulpenbaums südlich der Alten Wache. Das soll ihn vor Beschädigungen schützten.

Da wäre außerdem die Betonkonstruktion am linken Eingang, deren Zweck sich heute nicht mehr so recht erschließen will. Das Vordach soll ab Montag, 13. Juni, abgebrochen werden. Fünf Tage sollen die Arbeiten dauern, teilt die Gemeinde mit. Währenddessen werde der linke Eingang gesperrt, der rechte sei hingegen weiterhin barrierefrei nutzbar. Für den Brandfall bestehe zudem ein weiterer Fluchtweg. Die Parkplätze und die Zufahrt vor der Alten Wache stünden in der 24. Kalenderwoche ebenfalls nicht zur Verfügung.

Bürgerbus hält auch während der Arbeiten an der Alten Wache

Der Weyher Bürgerbus wird in dieser Zeit von der Hauptstraße auf den Henry-Wetjen-Platz fahren. Die Haltestelle rückt dafür rund zehn Meter weiter in Richtung des Platzes.

Und da wären die Fenster mit Aluminium-Rahmen. „Damals war das Hightech“, stellt Silberhorn fest. Aber in der Sonne erhitze sich das Metall und werde „heiß wie eine Flächenheizung“. Deshalb sollen 90 Fenster im Gebäude ersetzt werden. In den jeweiligen Räumen könne es zu kurzzeitigen Einschränkungen kommen, so die Gemeinde. Insgesamt soll die Alte Wache während der Arbeiten den Vereinen aber weiter zur Verfügung stehen.

Deren Bedeutung hob Stadtplaner Silberhorn beim Ortstermin am Donnerstag besonders hervor: Vor Corona habe der Seniorenverein mit seinen Veranstaltungen immerhin mehr als 10.000 Teilnehmer erreicht: „Ein ganz wichtiges Angebot“, das für die Gemeinde ein Erfolgsmodell sei.

Nachdem der Betonvorbau verschwunden ist, wird das Gebäude mit einem Gerüst versehen. Noch in diesem Jahr soll durch die Sanierung eine optisch leicht veränderte, aber energetisch deutlich optimierte Alte Wache entstehen. Das Konzept stammt vom Architektenbüro Keese ingenieure + planer aus Wagenfeld. 640.000 Euro sind im Gemeinde-Haushalt dafür vorgesehen.

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