Karola und Gerd Fischer aus Lingen machten mit ihrem Wohnmobil in Bruchhausen-Vilsen Halt

„Alles hat eben seine Zeit“

Karola und Gerd Fischer mit Hund Aron vor ihrem rollenden Feriendomizil.

Bruchhausen - BR.-VILSEN (brm) · Ein Bad mit Dusche und WC, Küche, Schlafzimmer und Wohnbereich, alles ist vorhanden. Auf neun Metern Länge haben Karola und Gerd Fischer in ihrem Wohnmobil nichts, was sie vermissen.

Bereits seit vier Wochen ist das Ehepaar aus Spelle bei Lingen in seiner mobilen Behausung unterwegs. Ostsee, Mecklenburg, Lüneburger Heide – die beiden haben viel gesehen. Bruchhausen-Vilsen ist die vorletzte Station, bevor es wieder heim geht. „Hier haben wir alles, was wir brauchen“, sagt Gerd Fischer. „Vor allem Unabhängigkeit.“ Die war es auch, die das Paar vom Wohnwagen auf das Wohnmobil umsatteln ließ. Als die Kinder noch klein waren, unternahm die Familie Urlaubsfahrten nach Süd-Europa auf Campingplätze. „Da wurde der Wohnwagen abgekoppelt, und dann blieb man eben die ganze Zeit an einem Fleck“, erinnern sich die beiden.

Die Flexibilität eines Wohnmobils reizte aber schließlich so stark, dass der Wohnwagen eingetauscht wurde. „Anfangs sind wir auch mit dem Wohnmobil im Urlaub Richtung Süden gedüst – Urlaub war für mich immer Meer und Sonne, und wir hatten ja meist nur zwei Wochen Zeit“, erzählt Fischer. Doch mit Eintritt in den Ruhestand vor fünf Jahren hielt die Muße Einzug in die Urlaubsplanung von Ehepaar Fischer. „Wir haben entdeckt, was für wunderschöne Ecken es in Deutschland gibt“, schwärmt der frühere Außendienstler. Als solcher lernte er viele Hotels kennen und weiß daher das ungezwungene Leben als Camper umso mehr zu schätzen. „Wir halten an, wo es schön ist, und bleiben solange es uns gefällt“, schwärmt auch Karola Fischer.

Im Herbst gefällt es den beiden seit fünf Jahren am besten an der Mosel. Häufig halfen sie dort bei der Weinlese. Mal einen Tag, mal auch zwei Wochen, „wenn der Winzer Not hatte“. In diesem Herbst wird sich das Paar allerdings mit der Verkostung des Weines „begnügen“. Hund und ständiger Reisebegleiter Aron ist in die Jahre gekommen und schafft nur noch kurze Strecken am Stück. Er kam vor zwölf Jahren als Findelkind aus Spanien nach Spelle – im Wohnmobil, versteht sich.

Wieder daheim wird die beiden kein verdörrter Garten erwarten – einer guten Vorausplanung und nicht minder guten Freunden sei Dank. „Dann nehmen wir uns Zeit für unsere Familie und freuen uns, alle wiederzusehen“, sagen beide. „So hat eben alles seine Zeit.“

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