Bürgerblock und Grüne stellen Antrag

„Alle Schulen auf den Prüfstand“

Bassum - Die Fraktionen der Grünen und des Bassumer Bürgerblocks wollen den Druck aus der derzeitigen Diskussion um die Veränderung der Schulstruktur nehmen und haben einen entsprechenden Antrag gestellt, der heute auf die Tagesordnung des Verwaltungsausschusses kommen soll.

„Es wird zeitnah ein externer, neutraler Berater beauftragt, der die Stadt Bassum dabei unterstützt, einen von Beginn an ergebnisoffenen Prozess zu initiieren, um die Frage der langfristigen Struktur der Schulstandorte zu klären“, heißt es. Und weiter: „Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Berater um

Entscheidung losgelöst

vom Krippenbau

entsprechende Angebote für die Begleitung und Moderation dieses Prozesses anzufragen. Gestartet werden soll so schnell wie möglich.“

Bereits die erste hochemotionale Diskussion um den von der CDU und der SPD-Fraktion gestellten Antrag zur Prüfung von umfassenden Änderungen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienbetreuung habe deutlich gemacht, dass die lange Jahre verschobene Entscheidung um die Struktur der Schulstandorte in Bassum und den Ortsteilen nicht in zwei Monaten von den politischen Vertretern der Stadt forciert entschieden werden könne, begründen die Fraktionssprecher, Rainer Hartmann und Christian Porsch, den Antrag. Sie schlagen folgendes vor: „Die Diskussion muss ergebnisoffen geführt werden. Wir müssen den Zeiger wieder zurückdrehen und nicht, durch willkürlich gesetzte Prämissen, eine Schule in den Fokus nehmen und andere vollständig ausnehmen. Deshalb benötigen wir zur Hilfestellung eine neutrale Instanz.“ Eine externe Beratung sei unvoreingenommen, habe idealerweise Erfahrung mit solchen (Bildungs-)Prozessen und sei damit unverzichtbar. „Andere Städte und Gemeinden haben das vorgemacht“, so Hartmann und hätten damit eine für alle Bürger zufriedenstellende Lösung erzielt.

„Die Emotionen kochen schon jetzt viel zu hoch! Das Thema Schulen ist komplex genug! Die Verknüpfung der Schulstandort-Diskussion mit anderen Standortentscheidungen und eine damit verbundene Fristsetzung ist nicht förderlich und auch nicht notwendig“, sagt Christian Porsch. Am Ende müsse ein gutes Ergebnis stehen, mit dem alle Beteiligten leben können.

Angesichts der Vielfältigkeit der Entscheidungskriterien müssten alle Schulen gleichermaßen auf den Prüfstand – unter Einbeziehung von menschlichen Schicksalen, Entwicklung und Prognosen von Schülerzahlen, Kosten für die Erhaltung der Schulstandorte, inklusive Baumaßnahmen für Inklusion, pädagogische Konzepte der Standorte, die Vorstellungen und Wünsche der Eltern sowie die Vitalität des Dorflebens etc.. Alle Akteure (Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleiter, Politik, Verwaltung, Schulbehörden etc.) sollten zu Wort kommen.

Der Krippenbau sollte völlig losgelöst von dem Prozess diskutiert werden. Porsch dazu am Montagabend in der Grundschule Petermoor: „Wir müssen derzeit nur entscheiden, ob wir eine Krippe neu bauen oder ein vorhandenes Gebäude umbauen wollen. Bei einem Neubau können 95 Prozent Fördergelder vom Land in Anspruch genommen werden, bei einem Umbau nur 50 Prozent. Diese Entscheidung ist zu treffen, und vorerst keine weitere.“ · al

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