Radiomoderator tischte den Varrelern Kartoffelsuppe als Entschuldigung auf

Absolution für Franky

Kreiszeitung Syke

Varrel - (ab) · Es ist eisig kalt, spärlich rieseln gestern Morgen Schneeflocken auf den Platz zwischen Kirche und Küsterhaus. Die Menschen stehen Schlange, um einen Becher wärmender Kartoffelsuppe zu bekommen. Dass der stämmige Mann, der abwechselnd Kelle und Mikro schwingt, nicht der Heilsarmee angehört, unterstreicht eine Schürze mit aufgedrucktem Adonis-Körper: Radiomoderator „Franky“ entschuldigt sich auf kulinarische Art bei den Einwohnern für die flapsige Bemerkung über das „blöde Varrel“ in der „ffn Morningshow“.

Bauchredner ist der „ffn-Morgenmän“ nicht – er und Bürgermeister Ortwin Stieglitz müssen beim Interview, das grade gesendet wird, nicht die Lippen bewegen, weil es zuvor aufgezeichnet wurde – die beiden nutzten die Situation für ein lustige „Playback“-Darbietung. Franky nimmt sich auch Zeit für Scherze und Small-Talk mit den Varrelern, per Videokamera für die Internetseite des Radiosenders dokumentiert

„Ah, die ersten mit Tupperware sind da... es passen wohl etwa 20 Liter rein“, schätzt Franky fachmännisch beim Anblick einer Dame, die mit einem Stapel Plastikbehälter bestens ausgerüstet ist. „Wir bleiben hier, solange die Suppe reicht, mindestens bis 12, halb eins.“ 250 Liter Kartoffelsuppe (auf Basis der eigentlich vorgesehen Becher geschätzt etwa 1 000 Portionen), zubereitet von der Küchencrew des Maritim-Hotels Airport Hannover, hat das Team des Radiosenders mitgebracht. Aus drei Töpfen wird ausgeschenkt, Unterstützung bekommt der Radiomoderator unter anderem von Levin (11), der sich für diesen Job beworben hatte: „Meine Mutter hatte an den Sender geschrieben, und dann hat Franky mit mir in der Sendung telefoniert.“ Levin hat Spaß, und der „Morgenmän“ lobt seinen Assistenten, „das machst du prima.“ Die Suppe ist fleischfrei, „also auch für Vegetarier und Muslime geeignet“, versichert Franky. Einer „Kundin“, die gerade kostet, hält er das Mikrofon hin: „Gudrun, würdest du bitte den Menschen in Niedersachsen sagen, wie die Kartoffelsuppe schmeckt?“ Ihr Urteil ist eindeutig: „Mmmh, lecker, ganz lecker.“

Bürgermeister Ortwin Stieglitz räumt ein, dass für ihn persönlich eigentlich gebratener Speck in die Kartoffelsuppe gehört. Die Organisation der Entschuldigungs-Aktion durch „ffn“ findet er aber durchweg gelungen. Bis zu deren Ende will er mit den Bürgern in der Kälte ausharren, „nachher kommen einige unserer Grundschüler und spielen Mundharmonika. Und ich muss ja auch noch verkünden, ob die Gemeinde Varrel die Entschuldigung annimmt...“ Das Urteil verrät er schmunzelnd schon mal vorab: „Franky kriegt die Absolution.“

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