„Schippern und shoppen“

Zwischen Sonnenschein und Graupelschauern

Auf geht's! Zum „Fährtag“ gehört eine Schiffsfahrt. - Foto: Niesmann

Bremen - Von Isabel Niesmann. Am Pier 2 ist um 11 Uhr gerade ein fieser Graupelschauer niedergeprasselt. Und erst einmal bleibt es ungemütlich. Zu Beginn des gestrigen „Bremer Fährtages“ kämpfen die Veranstalter beim Aufbauen der Stände mit widrigen Wetterbedingungen, vor allem mit dem Wind.

Im Laufe des Tages sollen hier noch mehrere Mitmachangebote für Kinder entstehen. Das mobile Atelier zum Beispiel ist gerade im Aufbau, und das internationale Kinderfest mit deutschem und türkischem Bühnenprogramm wird mittags starten. Zum sechsten Mal organisierten die Vereine „Kultur vor Ort und Gröpelingen-Marketing mit Unterstützung zahlreicher Akteure aus den Bremer Stadtteilen am Fluss das Fest anlässlich des Saisonstarts der Weserfähre, die nun wieder an Wochenenden und Feiertagen pendelt. Am Weserufer erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Aktionen, Unterhaltung und Informationen. Auch viele Geschäfte hatten geöffnet, sodass Shopping-Begeisterte auf ihre Kosten kamen.

Immer noch am Pier 2: Der Blick in den Himmel verspricht nicht viel Gutes. Andrea Munjic von „Kultur vor Ort“ nimmt es gelassen. An wirklich beständiges Wetter kann sie sich auch in den vergangenen Jahren nicht erinnern, wohl aber daran, dass es zumindest am Anfang längere Zeit schön und trocken war. Und so ist ihr Kommentar zum Wetter ebenso trocken wie wahr: „April.“

Als sich ein paar Minuten später die „Oceana“ von Gröpelingen in Richtung „Landmark-Tower“ in Bewegung setzt, scheint gerade die Sonne. Kein Wunder, dass Meike Siefkes und Barbara Grünberg zufrieden und entspannt auf dem Außendeck des Schiffs sitzen. „Wir fahren zum ersten Mal mit der Weserfähre. Es gefällt uns sehr gut. Jetzt fehlt nur noch jemand, der uns einen Cocktail bringt“, scherzen die beiden Freundinnen aus Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg. Sie haben sich das Tagesticket geholt, um noch zu mehreren Anlegern zu schippern und „ein bisschen zu shoppen“. Schon wenig später, auf der Strecke zwischen dem „Landmark-Tower“ und Martinianleger bricht der nächste Graupelschauer herein. Schnell flüchten die meisten ins Innere, hier ist es warm, hier gibt es heiße Getränke. Im Laufe des Tages beruhigt sich das Wetter. So können die Besucher an den Anlegern Europahafen, „Waterfront“ und Lankenau vieles entdecken, bestaunen, erfahren, ausprobieren und natürlich schlemmen.

Am Lankenauer Höft gab es beispielsweise ein buntes Bühnenprogramm mit Clown-, Tanz-, Theater- und Musikgruppen. An den verschiedenen Anlegern wurden geführte Fahrradtouren und Spaziergänge angeboten.

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