ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Bürgermeister lobt Digitalstrategie

Museumsbesuch mit Abstand: Bürgermeister Andreas Bovenschulte mit Geschäftsführerin Gabriele Müller (l.) und Direktorin Wiebke Ahrndt. Foto: ÜBERSEE-MUSEUM/BEINHORN

Bremen – Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ist am Mittwoch ins Museum gegangen. Ins Übersee-Museum, um genau zu sein. Natürlich kam er nicht einfach so als Flaneur. Sondern eben als Bürgermeister und Kultursenator. Mit Professorin Wiebke Ahrndt, der Direktorin des Hauses, und mit Geschäftsführerin Gabriele Müller sprach Bovenschulte über die langfristigen Konsequenzen, die das Museum aus der Corona-Krise zieht.

Ein weiteres Gesprächsthema waren die Digitalisierungsprojekte des Übersee-Museums. Wie berichtet, fördert der Bund die digitale Erschließung der naturkundlichen Sammlung des Hauses. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat ein neues Förderprogramm mit dem Namen „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (kurz: „Invest Deutschland“) aufgelegt. Der Förderbetrag für das Übersee-Museum liegt bei 400 000 Euro. Bremen muss – so steht es in den Richtlinien des Programms – den Betrag verdoppeln. Und so fließen über zwei Jahre insgesamt 800 000 Euro an das Museum.

Digitalisierung dient der Forschung – aber auch dem nicht-wissenschaftlichen Publikum. Gerade das ist in Corona-Zeiten deutlich geworden. So sieht man es auch im Museum. „Die Corona-Pandemie führt uns deutlich vor Augen, dass die Online-Besucher genauso wichtig sind wie die Besucher im Haus. Die digitale Präsenz eines Museums verdient einen hohen Stellenwert und muss gelebte Museumsrealität sein – in diesem Bereich gibt es großes Entwicklungspotenzial im Übersee-Museum“, so Ahrndt. Das Ziel der Digitalstrategie ihres Museums sei es, die naturkundlichen, ethnologischen und handelsgeschichtlichen Sammlungsinformationen für die Öffentlichkeit online verfüg- und auffindbar zu machen.

„Die Digitalisierung hat bereits weite Teil des privaten wie öffentlichen Lebens nachhaltig beeinflusst. Ich begrüße es, dass das Haus dem Bedürfnis des Publikums wie der Fachöffentlichkeit nach einem breiten digitalen Zugang so konsequent Rechnung trägt“, sagte Bovenschulte. THOMAS KUZAJ

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