ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Heiß begehrte Privatkonzerte

Klavierstücke mit Nummern: Hochschul-Dozent Juan María Solare, Pianist und Komponist, hat ein neues Album veröffentlicht. Foto: SOLARE/HFK

Bremen – „Wir sind noch da“, sagt Ida Büssing von der Villa Sponte (Osterdeich) – und kündigt etwas in diesen Tagen höchst Außergewöhnliches an. Eine Kulturveranstaltung! Stephan Schrader („Cello-Loop“), Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie und in der Villa Sponte bereits mit verschiedenen Programmen aufgetreten, gibt dort „1:1-Konzerte“. Zehn bis 15 Minuten lang und für jeweils nur einen Zuhörer. Dann Pause. Und das nächste Privatkonzert gegen Spende. Das Programm? „Entscheidet der Musiker im Moment der Begegnung.“ Der Bedarf an solchen Begegnungen, er scheint groß zu sein. Kaum nämlich hatte Büssing die „1:1-Konzerte“ im Sponte-Newsletter erwähnt, da waren sie auch schon ausgebucht. Eine schöne und in coronaregelkonforme Konzertidee, die Applaus verdient. Also: Zugabe, bitte!

Hochschul-Dozent bringt Album heraus

„Elf instrumentale Klavierstücke im neoklassischen Stil.“ Mit diesen Worten beschreibt eine Hochschul-Sprecherin das Album „Numbered Places“. Aufgenommen hat es Juan María Solare. Der gebürtige Argentinier, Jahrgang 1966, ist nicht allein Pianist und Komponist, sondern auch Dozent an der Hochschule für Künste in Bremen. Hier unterrichtet er seit dem Jahr 2005 Komposition und Arrangement für die Schulpraxis sowie schulpraktisches Klavierspiel.

„Zauber der Stille“ in Vegesack

Genug Musik? Wie wäre es zur Abwechslung mal mit dem „Zauber der Stille“? So heißt die Jahresausstellung der Fotografengruppe „Blendwerk 01“, die nur wenige Wochen nach ihrer Eröffnung im Overbeck-Museum durch die coronabedingte Schließung des Vegesacker Hauses unterbrochen wurde. Nun aber ist sie bis zum 21. Juni verlängert worden – und das hat auch einen gewissen Sinn, denn das Museum an der Alten Hafenstraße 30 öffnet wieder. Am Dienstag, 19. Mai, um genau zu sein. Das Haus ist dann wieder „zu seinen regulären Öffnungszeiten“ für die Besucher da, sagt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin. Und verlängert wird auch die Ausstellung „Nacht um Nacht“ mit Arbeiten der Künstlerin Silke Silkeborg. Die bei Dunkelheit entstandenen Bilder sind nun bis zum 16. August zu sehen. Sie entfalten ihre Wirkung vor allem im Original, sagt Pourshirazi. „Gerade solche Werke kann man nur schwer abbilden oder digital wiedergeben. Im Original haben sie eine ganz andere Aura.“ Führungen allerdings dürfen „aufgrund der Maßnahmen gegen Corona vorerst leider nicht angeboten werden“. THOMAS KUZAJ

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