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Neu entdeckte Wespe trägt den Namen eines Bremers

Eine neu entdeckte Wespenart trägt seinen Namen: Dr. Volker Lohrmann, Insektenforscher am Bremer Übersee-Museum. Foto: ÜBERSEE-MUSEUM/VOLKER BEINHORN

Bremen – Gerade fliegen und surren sie wieder durch Gärten, Schuppen und Veranden – die Wespen, bei denen man sich nicht immer sicher ist, ob sie die gebotenen Abstandsregeln einhalten werden. Jedenfalls dann, wenn Kuchen, Limo oder Aufschnitt auf dem Gartentisch steht. Ganz unabhängig davon aber gibt es auch Menschen, die durchaus enge Beziehungen zu Wespen pflegen. Einer von ihnen ist Dr. Volker Lohrmann, Insektenforscher am Übersee-Museum.

Ihm wurde dieser Tage eine außergewöhnliche Ehre zuteil: Wissenschaftler aus Kalifornien haben eine neu entdeckte Wespenart nach dem Mitarbeiter des Übersee-Museums benannt. Diese Wespenart trägt nun den schönen Namen Eorhopalosoma lohrmanni. „Die Entdecker der neuen Art, Brendon Boudinot und Darian Dungey von der University of California, wollten damit die Fachkompetenz des Bremer Entomologen auf dem Gebiet der Wespenforschung würdigen“, so eine Sprecherin des Übersee-Museums.

Entdeckt wurde die Wespe, die nun in der Fachzeitschrift „Cretaceous Research“ beschrieben und veröffentlicht wurde, in einem etwa 100 Millionen Jahre alten Bernstein aus Myanmar. Über einem Terrassentisch schwirrt die also nicht mehr herum. Die im Bernstein eingeschlossene Wespe gehört zu einer Familie tropisch bis subtropisch verbreiteter Wespen. Fossile Vertreter ebendieser Familie, deren Larven sich von Grillen ernähren, beforscht auch Lohrmann, der am Übersee-Museum Sachgebietsleiter für Insektenkunde ist.

So entdeckte er vor wenigen Jahren in einem Bernstein eine fossile Larve dieser Familie, angeheftet an ihrem Wirt – einer Grille. Vor mehr als 100 Millionen Jahren hatte eine Wespe ihr Ei zwischen Hinterbein und Hinterleib der Grille abgelegt, aus dem sich dann die Larve entwickelte.

Die nun nach Volker Lohrmann benannte Wespe hatte vermutlich eine ganz ähnliche, wenn nicht sogar identische Lebensweise. Lohrmann begeistert sich aber nicht nur für die im Bernstein eingeschlossenen Wespen, sondern auch für die lebendigen Exemplare der Gegenwart. . . THOMAS KUZAJ

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