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Denkmalschutz: Förderung für die Fassade

Beck´s-Begründer Lüder Rutenberg errichtete dieses Altbremer Haus an der Mathildenstraße im Ostertorviertel. Foto: DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ/HANS-STEFAN BOLZ

Bremen – Reichlich Tradition hat es, das Altbremer Haus, die steinerne Manifestation bürgerlicher Lebens- und Repräsentationskultur an der Weser. Traditionen müssen aber auch gepflegt werden. Instandhaltung – ein Dauerthema gerade bei historischen Bauwerken.

Etwa 400 Denkmaleigentümern will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr Fördermittel zukommen lassen, teilte ein Sprecher dieser Tage mit. Wieviel Geld insgesamt im Topf sein wird, hänge letztlich ab von der Höhe der eingeworbenen Spenden, von den Erträgen der treuhänderischen Stiftungen der DSD und auch von den Erträgen der Lotterie „Glücksspirale“, die an die Denkmalschutzstiftung fließen.

In Bremen fördert die Stiftung in diesem Jahr „voraussichtlich drei Denkmale, darunter ein Altbremer Haus in der Mathildenstraße“, heißt es. Die Mathildenstraße im Viertel gilt als eine der schönsten Straßen Bremens, weil hier so viele Altbremer Häuser erhalten sind.

In diesem Fall geht es um ein Altbremer Haus mit ganz besonderer Geschichte. Denn errichtet hat das Eckhaus niemand anderes als der Architekt, Baumeister und Brauereibesitzer Lüder Rutenberg (1816 bis 1890) – angeregt von seinen Italienreisen. Die Mathildenstraße hat der Beck‘s-Begründer dann auch gleich nach seiner Frau benannt.

„Das zweigeschossige Gebäude aus dem Jahr 1868 entstand wie die gesamte historische Bebauung der Straße in Formen des Historismus. Der Bau hat eine zentrale Eingangstür mit Freitreppe und einen seitlichen Erker“, heißt es bei der Denkmalschutzstiftung. Und weiter: „Aufwendige Gesimse und Fensterrahmungen mit vegetabiler Stuckzier zeugen vom repräsentativen Gestaltungswillen des Baumeisters.“

Neben der prächtigen, doch „sanierungsbedürftigen“ Stuckfassade beeindrucke das Innere des Hauses mit vielen erhaltenen und gepflegten Details: „So das prächtige Treppenhaus, Stuckelemente, die hölzerne Lamperie, historische Fliesen oder der als Waschtisch genutzte historische Spülstein.“ Lamperie? „Eine auf den unteren Bereich einer Wandfläche beschränkte Verkleidung in Innenräumen“, klärt Wikipedia auf. Das Reihenhaus wird heute von zwei Familien bewohnt, die „aus Rücksicht auf den Denkmalschutz darauf verzichtet haben, die Wohnungen vollständig voneinander zu separieren“. Es sei in einem „sehr gut gepflegten Zustand“. Doch: „Nicht nur wegen des ungeeigneten Altanstrichs, auch aufgrund von Witterungseinflüssen muss jetzt die Fassade mit den prächtigen Stuckelementen restauriert werden.“ THOMAS KUZAJ

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