ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Friedenspreis für Werder und Landessportbund

Übergabe im „Wuseum“: Klaus Hübotter und Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald. Foto: OLIVER SOLLER

Bremen – In Corona-Zeiten fallen auch Preisverleihungen – wenn es denn überhaupt dazu kommt – anders aus als sonst, ganz anders. Aktuelles Beispiel: zum nunmehr 38. Mal haben die Freunde und Förderer der Villa Ichon (Goetheplatz) ihren „Kultur- und Friedenspreis“ vergeben. Allerdings eben ohne die ursprünglich geplante Feier im Bremer Rathaus. Sondern in kleinem Rahmen, mit Sicherheitsabstand – in Werders „Wuseum“.

Klaus Hübotter und Nicola Hübotter übergaben dort nun die Urkunden sowie jeweils 5 000 Euro an Werder Bremens Präsidenten und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald und Präsident Andreas Vroom vom Landessportbund (LSB). Beide „haben sich in der Vergangenheit und Gegenwart entschieden gegen rechte, nationalistische und demokratiefeindliche Machenschaften gewandt“, so Kerstin Thompson (Villa Ichon) über die Entscheidung der Jury. Insbesondere Hess-Grunewalds Auftreten wurde hervorgehoben.

„Diese renommierte Auszeichnung ist für uns eine große Ehre. Sie ist Anerkennung unserer Bemühungen, engagiert für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft einzustehen und fremdenfeindlichen oder diskriminierenden Tendenzen als gesamter Verein mit aller Kraft entgegenzutreten“, kommentierte Hess-Grunewald. Das Preisgeld sei der SV-Werder-Bremen-Stiftung gutgeschrieben worden.

„Ich nehme die Auszeichnung der Villa Ichon mit Stolz und Dankbarkeit für die tägliche Arbeit und Haltung unserer Mitgliedsorganisationen und Mitarbeiter entgegen“, so LSB-Präsident Andreas Vroom. Er bedauerte, dass der festliche Rahmen der Preisverleihung aufgrund der Coronavirus-Pandemie entfallen musste. „Das ist schade. Aber in Zeiten wie diesen müssen wir alle besonders rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst handeln“, so Vroom weiter.

Seit 1983 zeichnet der Verein der Freunde und Förderer der Villa Ichon mit dem „Kultur- und Friedenspreis“ gesellschaftliches Engagement aus. Zu den Preisträgern gehörte in der Vergangenheit neben Udo Lindenberg und dem Sozial- und Politikwissenschaftler Professor Dieter Senghaas auch der frühere Werder-Profi und jetzige Aufsichtsratschef Marco Bode. Die Villa Ichon wurde Anfang der 80er Jahre von Hübotters Bauunternehmen restauriert. Sie ist seither eine Begegnungsstätte für kulturelle und soziale Vereinigungen; es gibt dort Ausstellungen und Lesungen. THOMAS KUZAJ

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