ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Ein Maler auf ungewohnten Wegen

Das „Paar im Mondschein“ lässt Fritz Overbeck durchs nächtliche Aschersleben spazieren. Foto: KUZAJ

Bremen – „Menschenleere Landschaften haben den Maler Fritz Overbeck berühmt gemacht. In fast allen seinen Bildern steht die Natur im Vordergrund und der Mensch bleibt unsichtbar“, sagt Dr. Katja Pourshirazi, die Leiterin des Overbeck-Museums im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße 30 in Vegesack. Warum sagt sie das? Weil es eine Ausnahme gibt – und diese Ausnahme rückt jetzt buchstäblich ins Zentrum der Betrachtung.

Denn Overbecks Ölgemälde „Paar im Mondschein“, entstanden 1907, ist im März „Bild des Monats“ im Overbeck-Museum. 1907 malte Overbeck – stets bei Mondschein! – Stadtansichten von Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Und es rückten Menschen ins Bild: „ Die nächtliche Darstellung zeigt ein Häusermeer, auf einer Straße geht ein Paar Arm in Arm durch die Dunkelheit“, beschreibt Pourshirazi das „Bild des Monats“. „Der Landschafts- und Wolkenmaler Fritz Overbeck wagt sich hier an das Motiv einer Stadtansicht bei Nacht.“

Pourshirazi lädt am Mittwoch, 4. März, und am Donnerstag, 26. März, zu Kurzführungen ein, die eine Bildbetrachtung mit Fakten und Geschichten rund um das Kunstwerk verknüpfen. Sie beginnen jeweils um 17 Uhr. Die Führungen kosten zwei Euro plus Museumseintritt.

„Frauensleute“ auf Metall

„Frauensleute“ sind – wenig überraschend – in den Räumen der Bremer Frauenbeauftragten Bettina Wilhelm an der Knochenhauerstraße 20–25 zu sehen. Denn in der gemeinsam mit dem Frauenmuseum organisierten Ausstellungsreihe „Kunst in der Knochenhauerstraße“ präsentiert die Künstlerin Frauke Beeck Spraybilder, denen sie den Titel „Frauensleute“ gegeben hat.

„Die Bremer Künstlerin hat sich an die Orte historischer Frauenstatuen im öffentlichen Raum Bremens begeben“, heißt es in einer Ankündigung. So hat sich Beeck 1960 in Bremen geboren, mit acht Frauengestalten aus der Geschichte Bremens und Bremerhavens auseinandergesetzt – unter ihnen Mudder Cordes, Paula Modersohn-Becker und Gräfin Emma. Beeck ließ sich von den Standbildern zu Motiven anregen, die sie auf metallischen Untergrund sprühte.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 26. Februar, um 17.30 Uhr eröffnet. Sie ist anschließend bis zum 7. Mai zu sehen – und zwar montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. THOMAS KUZAJ

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