ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Backen und Bremen retten mit Andreas Bovenschulte

Mit Rauschebart weist das Weihnachtsmännchen Fußgängern bei Grünlicht den Weg. Foto: KUZAJ

Bremen – Was ist wichtiger? Bremen retten oder Plätzchen backen – gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit? Nun, ein Politiker wie Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) versteht es natürlich, beides virtuos miteinander zu verbinden. Und so hat er auf Twitter, wo er sich mittlerweile fast so oft tummelt wie US-Präsident Donald Trump, dieser Tage ein Foto seines neuen Notizbuchs veröffentlicht. Ein geschmackvolles Ringbuch mit ökologisch, aber zugleich auch teuer wirkendem Pappdeckel. Die Aufschrift: „Pläne zur Rettung Bremens (und Backrezepte)“. Aha, das ist also die Reihenfolge!

Aber was wohl drinsteht in Bovenschultes Notizbuch? Vor allem die Backrezepte wären ja interessant! Die Pläne zur Rettung. . . ach, lassen wir das. Das Buch des Bürgermeisters jedenfalls sorgt für Wirbel. Zum Beispiel im Radio. Jens-Uwe Krause und Tina Padberg von der „Bremen-Vier“-Morgenshow wollten es am Dienstagmorgen auch wissen und holten den Bürgermeister ans Telefon. Die Backrezepte verriet Bovenschulte im Radio allerdings nicht.

Das Notizbuch mit dem schönen Titel habe er geschenkt bekommen, sagte der Bürgermeister. Und erzählte irgendwas von Einkaufslisten. Die Moderatoren luden Bovenschulte ein, demnächst im Radio aus seinem Notizbuch zu lesen – nicht zuletzt, damit alle mal erfahren, was auf den Einkaufslisten des Sozialdemokraten so steht. Und natürlich, welche Geheimnisse in seinen Backrezepten stecken. . .

Das Weihnachtsmännchen ist wieder da

Wenn es weihnachtet an der Weser, dann verwandeln sich Alltagsgegenstände zuweilen auf geradezu wundersame Weise – wie es sich in der Weihnachtszeit ja auch gehört. Nicht durch Zauberhand, sondern durch adventlich inspiriertes Engagement des Amts für Straßen und Verkehr (ASV) sorgen nun zum Beispiel verschiedene Ampeln in der Innenstadt wieder für vorweihnachtlichen Zauber: Statt des Ampelmännchens ist auf ihnen ein Weihnachtsmännchen zu sehen, wenn Fußgänger (auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt oder zum „Schlachte-Zauber“) Grünlicht haben – an der Martinistraße zum Beispiel. Mit Rauschebart, Glocke und Geschenkesack. Also: Augen auf im Straßenverkehr. Da gibt‘s was zu sehen. . .

„Literatur-Quickie“ mit Betty Kolodzy

Und da wir gerade von der Weihnachtszeit sprechen – es ist ja auch die Zeit, in der traditionell nach Geschenken gesucht wird. Immer noch gefragt: das gute Buch. Was aber ist ein gutes Buch? Nun, an dieser Stelle wollen wir mal den „Literatur-Quickie“-Verlag aus Hamburg ins Spiel bringen. Der veröffentlicht Bücher, die gut in selbstgebastelte Adventskalender und in Nikolausstiefel passen – kleine „Pixi-Bücher für Erwachsene“, wie auf der Homepage des Verlags zu lesen ist. Jedes dieser Bücher enthält eine Kurzgeschichte. „Wir haben die Literatur an den Alltag der Leser angepasst: Prosa im Pocket-Format, Geschichten to go“, so die Eigenwerbung.

Dieser Tage sind ein paar neue dieser Kurzgeschichten-Büchlein erschienen, und den „Literatur-Quickie“ mit der schönen Nummer 125 hat die Bremer Autorin Betty Kolodzy („Lux und Leben“) geschrieben. Ihre Kurzgeschichte mit dem Titel „Denk ich an Elster“ spielt humorvoll mit der Vogel-Metaphorik, bezieht sich aber auf etwas ganz anderes – mehr sei hier nicht verraten, nur: da wird satirisch aus dem Alltag geschöpft! Kolodzys „Literatur-Quickie“ hat 48 Seiten und kostet 2,50 Euro. THOMAS KUZAJ

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