ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Zeichnungen geben Einblicke

Eine Federzeichnung auf Karton: „Felder im Schluh“ von Fritz Overbeck. Die Zeichnung ist um das Jahr 1898 entstanden. Foto: OVERBECK-MUSEUM

Bremen – Steinblöcke und Wälder, Fjorde und Dorfstraßen – im Vegesacker Overbeck-Museum war gerade noch eine Ausstellung zum Frühwerk Overbecks zu sehen. Sie ist nun beendet. Und schon geht es weiter mit dem Ausstellungsreigen zum Doppel-Jubiläumsjahr – wie berichtet, stand und steht beim Malerpaar Fritz Overbeck (1869 bis 1909) und Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937) in diesem Jahr die Würdigung des jeweils 150. Geburtstags an.

In diesem Rahmen rückt das Museum nun einen weiteren Aspekt des Schaffens der beiden Künstler in den Fokus: „Fritz und Hermine Overbeck – Die Zeichnungen“. So heißt die neue Ausstellung, die gegenwärtig gehängt wird, weshalb das Haus an der Alten Hafenstraße 30 bis zum 16. November geschlossen bleibt. Die Eröffnung beginnt dann am Sonntag, 17. November, um 11.30 Uhr. Die Zeichnungen des Künstlerpaars sind anschließend bis einschließlich Sonntag, 19. Januar 2020, zu sehen – sie bilden Finale und Abschluss des Jubiläumsjahrs.

Es ist ein besonderer Schlusspunkt, denn er gibt Einblicke in künstlerische Prozesse. „Der Skizzenblock ist oft das wichtigste Werkzeug eines Künstlers“, so Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi. „In schnellen Strichen mit Bleistift oder Kohle sammelt er Motive, entwirft Bildkompositionen und entwickelt dabei seine eigene künstlerische Handschrift.“

Fritz Overbeck gehörte zu den fünf Gründern der Künstlerkolonie Worpswede, bevor er sich in Bröcken bei Vegesack niederließ. „Fritz und Hermine Overbeck haben viel gezeichnet und auf diese Weise das Fundament gelegt für ihr umfangreiches und vielfältiges malerisches Werk. Ursprünglich als reines Arbeitsmaterial gedacht, entfalten die spontanen Skizzen heute ihren ganz eigenen Reiz: Authentisch und unmittelbar halten sie einen lebendigen Seheindruck als Momentaufnahme fest und lassen die Betrachter so teilhaben am künstlerischen Arbeitsprozess des Malerehepaares“, so Pourshirazi. Und eben das macht den Reiz des Jubiläumsjahr-Finales aus.

Zur Eröffnung spricht am 17. November Museumsleiterin Pourshirazi. Im Rahmenprogramm findet sich unter anderem ein Zeichenworkshop für Erwachsene (mit Martina Jenning). Er dauert am Sonnabend, 23. November, von 11 bis 16 Uhr – und kostet 45 Euro. Information und Anmeldung unter Telefon 0421/663 665. Die Zeichnungen der Overbecks sind Ausgangspunkt eines Workshops für kreatives Schreiben mit der Bremer Schriftstellerin Betty Kolodzy. Er dauert am Sonntag, 24. November, von 11 bis 16.30 Uhr – Kosten hier: 25 Euro; Anmeldung wie beim Zeichenworkshop. THOMAS KUZAJ

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