ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

40 Kunsthandwerker im Bremer Rathaus

Kunsthandwerk in der Unteren Rathaushalle: 40 Künstler aus Bremen und dem Umland präsentieren dort am Wochenende ihre Arbeiten. Foto: AKB/BURKARD MEYENDRIESCH

Bremen – Die sorgsame Arbeit am Entwurf, die Freude am Unikat, der Austausch mit Kollegen – seit 1959 sind Kunsthandwerker aus Bremen und dem Umland im Verein „Angewandte Kunst Bremen“ (AKB) zusammengeschlossen. Sie organisieren Ausstellungen und Events, pflegen Kontakte zu Museen und Messen. 60 Jahre AKB – das steht nun auch im Rathaus im Fokus. Denn hier (genau: in der Unteren Rathaushalle) zeigen die Kunsthandwerker ihre Jahresausstellung.

Unter dem Titel „In-Sight“ ist sie dort von Freitag, 13. September, bis Sonntag, 15. September, zu sehen. Die Vernissage beginnt am Freitag um 19 Uhr. Die Laudatio hält Otmar Willi Weber, für (so die Ankündigung) „loungige Klänge“ sorgt DJ Sibyll Mandragora.

Die Ausstellungsinszenierung soll den Spannungsbogen angewandter Kunst auch räumlich spürbar machen, heißt es. „Auf der einen Seite werden die eigenständigen künstlerischen Arbeiten auf Stelen präsentiert und durch eigens installierte Ferngläser zu betrachten sein“, so ein Sprecher. Und weiter: „Gegenüber, auf einem großen, gemeinsamen ,Verkaufstresen‘, wird die alltäglich benutzbare Gebrauchskunst ausgestellt.“ Schöne Dinge für den Alltag, Einzigartiges für besondere Anlässe – eben das ist ja das Spannungsfeld, in dem die angewandte Kunst sich bewegt.

40 der gegenwärtig 55 AKB-Mitglieder sind mit von der Partie – es gibt Arbeiten aus Glas und Holz, Keramik und Metall, Arbeiten aus Papier, Stein und Textilien zu sehen. Und natürlich Schmuck. Der Eintritt ist frei. Am Sonnabend und Sonntag öffnet die Ausstellung jeweils in der Zeit von 11 Uhr bis 18 Uhr.

Liebfrauen-Knabenchor feiert

Gleich nebenan, in der Liebfrauenkirche, wird ebenfalls gefeiert. Den 74. Jahrestag seiner Gründung nämlich würdigt der Knabenchor Unser Lieben Frauen – und zwar mit einer Chorvesper, die am Sonnabend, 14. September, um 18 Uhr beginnt. Eintritt: frei.

Es singen der Konzertchor und Ehemalige unter der Leitung von Ulrich Kaiser unter anderem „Unser lieben Frauen Traum“ von Max Reger, „Ave Maria“ von Anton Bruckner und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zudem stellt der Knabenchor Teile des Programms der bevorstehenden Herbst-Konzertreise nach Schweden und Norwegen vor. An der Orgel: Alina Kushniarova.

Auf Initiative des Kantors Harald Wolff war der Chor am 14. September 1945 gegründet worden. Wolff leitete ihn 37 Jahre lang. Chris Vandré und Ansgar Müller-Nanninga folgten ihm. Im Sommer vorigen Jahres hat Kaiser die Leitung übernommen. Gegenwärtig gehören dem Chor 135 Jungen und junge Männer an. 65 von ihnen machen in den Herbstferien die Skandinavien-Konzertreise mit. THOMAS KUZAJ

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