Zwischen Schnoor & Schlachte

Syker Pferde schnuppern Stadtluft

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Tierischer Besuch aus Syke in der Bremer City: Pferde der Familie Lindhoff. 

Syker Pferde haben am Donnerstagnachmittag die Bremer Redaktion der Kreiszeitung besucht. Unsere Autorin war hin und weg von den prächtigen Tieren. Das Gespann war auf der Durchreise.

Bremen - Nanu, das sind doch Hufe, die am Donnerstagnachmittag gegen 17.30 Uhr unter den Fenstern der Redaktion an der Schlachte zu hören sind. Kann eigentlich nicht sein, die Pferde der Brauerei Beck & Co. gibt es (leider) schon lange nicht mehr. Und ein Fußballspiel, bei dem die berittene Polizei aus Niedersachsen die Bremer unterstützt, steht auch nicht an. Der Blick aus dem Fenster gibt Gewissheit. Pferde! Und gleich acht Stück, jeweils zwei schicke Vierbeiner vor vier Planwagen. Nichts wie raus! Das war doch schon immer mein Traum: mit dem Pferd in die Redaktion. Pferd wartet unten auf einer grünen Wiese und bringt mich abends wieder heim. Ok, die Wiese gibt's nicht, wird also nix. Aber wenn die City bald autofrei ist, lässt sich die Idee mit dem Pferd vielleicht doch noch umsetzen. Oder Pferd mit Kutsche.

Nun ja, Zukunftmusik. Aber die acht Rösser vor der Tür an der Weser sind Realität. Wunderschön anzusehen, für mich jedenfalls. Die Kollegen zucken nur desinteressiert mit den Schultern. „Viecher halt“, höre ich sie sagen. Von wegen! Unter anderem Schimmel, Rappen und ein Schecke. Wow! Ist der nicht. . ., doch, genau, das ist der Wallach von Johann Lindhoff aus Syke-Okel. Vier Wagen, acht Pferde – was machen die mitten in der Bremer City? Inzwischen sind die schicken Pferde umringt von Passanten, die längst ihre Smartphones gezückt haben und fotografieren. Hier eine Streicheleinheit (für die Pferde), da ein kleiner Schnack (mit den Kutschern). „Moin“, sagt Jens Lindhoff, der mit seinem Wagen an der Spitze des imposanten Trosses steht, es folgen Papa Johan und Bruder Lars. Sven ist im Urlaub, heißt es. Deswegen kommt der vierte Wagen aus dem Raum Schwanewede. Die fürs Stadtbild ungewöhnliche Truppe wartet auf etwa 60 Hotelchefs der Achat-Gruppe. Die Hoteliers sind auf Bremen-Besuch, kommen in dem Moment im Ausflugsschiff über die Weser geschippert. „Bremen ist doch eine Pferdestadt, hier gab es doch immer die Brauerei-Pferde“, erzählt die Organisatorin. Und weil es die Bremer Rösser nicht mehr gibt, hat sie halt welche im Umland aufgetrieben.

Angespannt hat der Tross die Pferde bei Stadler in der Überseestadt. Nun soll es zur Union-Brauerei nach Walle gehen. Durch den dicken Verkehr, über die Martinistraße. Ganz schön anspruchsvoll dieses Unterfangen. Lindhoffs haben sich die Strecke genau angesehen und sind sie abgefahren. „Das kann man nicht mit jedem Pferd machen, die müssen Verkehr gewohnt sein“, sagt Johann Lindhoff stolz, denn er ist sich sicher, dass seine Pferde der Herausforderung gewachsen sind. Und schon haben die Gäste Platz genommen. Auf geht's, weg ist der schöne Anblick unter dem Fenster. 

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