Zwischen Schnoor und Schlachte

Die begehrte „Speise der Götter“

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Die lange „Migrationsgeschichte“ der Kakaobohne von Südamerika nach Europa lernen Besucher am 7. Juli bei einer thematischen Kurzführung im Deutschen Auswandererhaus kennen. 

Bremerhaven – Sie ist allgegenwärtig, sie ist bei vielen Menschen begehrt, sie hat einen Migrationshintergrund: Schokolade. Vermutlich am 7. Juli 1550 brachten Dominikanermönche die Kakaobohne erstmals nach Europa. Für das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven ein Anlass, der Schokolade einen speziellen Tag zu widmen – eben am Sonntag, 7. Juli. Und im Rahmen der kulinarischen Reihe „Speisen auf Reisen“.

„Nicht nur Menschen wandern aus und ein – auch Speisen, Gewürze, Gerichte und Getränke“, heißt es in dem Museum. Die Reihe zeige, „auf welchen Wegen Lebensmittel in anderen Ländern eine neue Heimat fanden und finden“. Los geht es am Sonntag um 14.30 Uhr. Nach einer thematischen Kurzführung, in der die Besucher mehr über die „Migrationsgeschichte“ der Kakaobohne erfahren, folgt eine Verkostung mit Kirsten Hartlage von der Bremer Confiserie „Süße Ideen“.

Die Kakaobohne wurde bereits vor mehr als 3 000 Jahren in Südamerika angebaut. „Bei den Azteken galt sie als ,Speise der Götter‘ und wurde als Opfergabe Königen und Göttern dargebracht. Und auch in Europa war ihr Genuss zuerst den Eliten vorbehalten“, heißt es in einer Vorschau. Wie sich das im Laufe der Zeiten änderte und wie aus einem bitteren Trank die Schokolade wurde, wie wir sie heute kennen, erklären die Museumsleute bei der Kurzführung. Preis inklusive Verkostung: 16 Euro. Anmeldung unter 0471/90 22 00.

Pagnol und die Provence

Kulinarisch wird‘s demnächst auch im Institut Français an der Contrescarpe – nämlich am Freitag, 28. Juni, um 18 Uhr. „Die Französin Murielle Rousseau bringt mit ihrem neuen Buch ,Provence – 80 Sehnsuchtsrezepte aus dem Süden Frankreichs‘ die Provence nach Bremen und stellt die Landsleute rund um die typischen Produkte der Region vor“, so Marthe-Louise Bentz vom Institut Français. Dazu gibt‘s eine Verkostung von Olivenölen der Provence und Salzen aus der Camargue.

Und es geht um den Schriftsteller und Regisseur Marcel Pagnol (1895 bis 1974, „Eine Kindheit in der Provence“), dessen Karriere im Jahr 1928 mit der Uraufführung des Theaterstücks „Topaze“ begann. Wolfgang Barth, ehemals Lehrer am Bremer Kippenberg-Gymnasium, hat „Topaze“ neu übersetzt. Barth und die Mitglieder der Deutsch-französischen Gesellschaft werden Auszüge aus Pagnols Stück lesen.

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