Zwischen Schnorr & Schlachte

Jazz-Suite und offene Türen im Sendesaal

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Die holländischen Jazz-Stars Wolfert Brederode (zweiter v. r.) und Joost Lijbaart (links neben ihm) kommen mit dem „Matangi Quartet“ nach Bremen und spielen im Sendesaal. Zu hören gibt es Brederodes 70 Minuten lange Suite mit dem Titel „Ruins and Remains“. 

Bremen – Der holländische Jazz-Pianist und Komponist Wolfert Brederode, 1974 in Wassenaar bei Den Haag geboren, hat eine zehnteilige und 70 Minuten lange Suite mit dem Titel „Ruins and Remains“ geschrieben. Thema ist das Ende des Ersten Weltkriegs vor nunmehr gut 100 Jahren – und der mit dem Kriegsende verbundene Übergang vom alten zum neuen Europa. All das setzt der Künstler in Bezug zu den Entwicklungen der Gegenwart, sprich: unserer Zeit.

Improvisierte Passagen treffen auf Durchkomponiertes – in einer Suite für Piano, Percussion und Streichquartett. Wie das alles klingt, das lässt sich demnächst im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee erleben. Am Freitag, 24. Mai, ab 20 Uhr, um genau zu sein. Neben Brederode (eben: Klavier) mit von der Partie: Joost Lijbaart (Schlagzeug und Percussion) sowie das „Matangi Quartet“ mit Maria-Paula Majoor (Violine), Daniel Torrico Menacho (Violine), Karsten Kleier (Viola) und Arno van der Vuurst (Cello). Eintritt nach Angaben einer Sprecherin 25 Euro (ermäßigt: 15 Euro). Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Bereits am Sonntag, 19. Mai, stehen im Sendesaal einige Kurzkonzerte auf dem Programm – bei einem „Tag der offenen Tür“ nämlich, der von 11 bis 18 Uhr dauert. Zehn Jahre Sendesaal, das ist der offizielle Anlass für den Tag, den das Konzertsaal-Team um Peter Schulze organisiert. Seit 2009 „haben wir mehr als 900 Konzerte unterschiedlichster Couleur gemacht – und das Studio ist für CD-Produktionen mit mehr als 100 Tagen pro Jahr gut belegt“, so die Sprecherin. Schließlich ist die Akustik des früheren Radio-Bremen-Sendesaals unter Musikern, Tontechnikern und Musikliebhabern weltweit bekannt. Um nicht zu sagen: berühmt. Kurzkonzerte sind am „Tag der offenen Tür“ unter anderem von Tim McMillan, Tim Fischer, Marialy Pacheco, Tanja Tetzlaff, Uli Beckerhoff und Thilo Seevers angekündigt. Auch Führungen werden angeboten.

Und noch einmal Musik: Mit Folk-Rock ist das Berliner Singer-Songwriter-Duo „Hill & Ray“ unterwegs. Nun führt der Weg Jamie Hill und Peter Ray nach Bremen – und zwar in die Villa Sponte am Osterdeich 59b. Dort treten die beiden am Freitag, 24. Mai, um 20 Uhr auf. „Sie erzählen Geschichten von mutigen Entscheidungen, apokalyptischer Liebe und unstillbarem Lebenshunger“, heißt es in einer Vorschau. In Bremen spielen die Künstler unter anderem Songs von ihrem nächsten Album „Serendipity“ („glücklicher Zufall“). Eintritt: frei.

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