Zwischen Schnoor & Schlachte

Eiswette und Raumfahrt

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Gruppenbild mit Dame bei der Eröffnung der Frauen-Weltraum-Schau in Bremens Landesvertretung - von links gesehen: Holger Oelze (Aviaspace Bremen), Senator Günthner, Thomas Jarzombek (Raumfahrt-Koordinator der Bundesregierung), Walther Pelzer (DLR-Raumfahrtmanagement), Roya Ayazi (Generalsekretärin des Netzwerks Nereus), Frank Hanf (Landesvertretung).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Frauen in der Raumfahrt. . . kann das ein Thema sein in Zeiten, in denen es Frauen nicht einmal bis zum Stiftungsfest der Eiswette schaffen? Nun ist Bremen aber nicht allein Eiswett-, sondern eben auch Raumfahrtstandort. Und schmückt sich gern damit. Nein, nicht die Eiswette ist jetzt gemeint. Sondern die Raumfahrt. Mit dem Thema jedenfalls tritt Bremen gegenwärtig in Berlin auf, in der Hauptstadt also.

Frauen in der Raumfahrt - das ist das Thema einer Fotoausstellung, die bis zum 2. Juli in Bremens „Botschaft“ (sprich: in der Landesvertretung) an der Hiroshimastraße zu sehen ist. Für alle, die es interessiert: montags bis donnerstags in der Zeit von 9 bis 15.30 Uhr, freitags von 9 bis 13.30 Uhr. 

Die Schau vereint „40 faszinierende Porträts von Frauen aus aller Welt, die in Wirtschaft und Wissenschaft das Abenteuer Weltraum erforschen“, wie es bei der Senatskanzlei heißt. Die Aufnahmen stammen von der Fotoagentur Sipa Press. Noch einmal die Senatskanzlei: „Allein im Land Bremen, einem der größten Raumfahrtstandorte in Europa, sind rund 2 400 Frauen in der Branche beschäftigt - das ist jeder fünfte Arbeitsplatz.“

Bremens Wirtschaftssenatorin hat die Frauen-Weltraum-Schau dieser Tage in Berlin eröffnet. Senatorin? Ach, es ist ja ein Mann! Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) war es - sozusagen als Feminist vom Dienst. „Raumfahrt ist keine ‚Männer-Domäne‘, das zeigt die Ausstellung sehr deutlich. Frauen sind aus der Forschung und der Arbeit rund um die Raumfahrt nicht wegzudenken“, so der Senator.

Die Raumfahrt-Schau wird übrigens anlässlich des 100. Jahrestages der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland gezeigt. Beides hat prakisch nichts miteinander zu tun, doch Staatsrätin Ulrike Hiller, Bremens „Botschafterin“ in Berlin, kriegt die Dinge trotzdem zusammen: „Vor 100 Jahren wurde das Wahlrecht für Frauen erkämpft. Heute machen wir uns dafür stark, dass Frauen ihre Chancen nutzen - ob in Wirtschaft, Gesellschaft oder Politik. Die Ausstellung zeigt, dass es für Frauen hoch hinausgeht, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Auf dem Foto, das die Senatskanzlei zur Meldung über die Ausstellungseröffnung verbreitet, sind sechs Personen zu sehen - eine Frau, fünf Männer. Das hat schon fast Eiswett-Niveau.

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