Zweites Fahrzeug innerhalb von zwei Wochen brennt aus

BSAG zieht 19 Busse aus dem Verkehr

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Dieser Linienbus brannte am Sonntagabend aus – es war bereits der zweite des polnischen Herstellers Solaris in zwei Wochen. Experten sind jetzt auf der Suche nach der Ursache.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen ist in Bremen ein Linienbus der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) in Flammen aufgegangen. Busfahrer und Fahrgäste konnten sich, wie beim ersten Bus, rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als Konsequenz hat das Unternehmen gestern 19 baugleiche Fahrzeuge vorübergehend aus dem Verkehr gezogen.

Ebenso wie bei dem Bus vor zwei Wochen in Mahndorf, gibt es nach BSAG-Angaben den Verdacht, dass auch am Sonntagabend in Burglesum der Brand im Linienbus vom Motor ausgegangen ist. Die Busse stammen von dem polnischen Hersteller Solaris. 50 Solaris-Fahrzeuge hat die BSAG im Einsatz, insgesamt 21 stammen aus dem Jahr 2008.

Und um genau die geht es, denn beide ausgebrannten Busse sind eben Baujahr 2008. Zufall – oder nicht? Das sollen nun die Sachverständigen der Dekra herausfinden. Die beiden Wracks stehen auf dem BSAG-Hof in der Neustadt, die anderen 19 Fahrzeuge warten in ihren üblichen Stationen auf grünes Licht oder eine Reparatur. Die Dekra-Gutachter sollen überprüfen, ob möglicherweise ein Schaden bei der kompletten Serie vorliegt, wie Unternehmenssprecher Jens-Christian Meyer gestern auf Nachfrage sagte. Seinen Angaben zufolge werden die verbliebenen 19 Busse erst wieder eingesetzt, wenn klar ist, dass technisch alles in Ordnung ist. Die Sachverständigen nehmen die beiden Wracks genauestens unter die Lupe, suchen nach möglichen Schwachstellen und Ursachen für die Brände. Sollte ein Fehler entdeckt werden, werde dieser bei den anderen Modellen beseitigt.

Am Sonntagabend hatten Fahrgäste in dem Linienbus in Burglesum Rauch bemerkt. Sie konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen. Der Busfahrer kam mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus, konnte aber laut Meyer nach kurzer Zeit wieder aus der Klinik entlassen werden. Die Höhe des Schadens dürfte kaum geringer sein als vor zwei Wochen, als ein Bus in Mahndorf völlig ausbrannte. Dabei schätzte die Polizei den Schaden auf etwa 100 000 Euro. Verletzt wurde niemand. Neu kosten die Busse etwa 350 000 Euro. Obwohl der Linienbus am Sonntagabend nicht komplett ausbrannte, könnte auch er aufgrund des Qualms letztlich als Totalschaden zu werten sein, sagten Augenzeugen. Die BSAG ist gegen Schäden dieser Art versichert, heißt es.

Die 19 Solaris-Busse sollen mindestens bis morgen in den Werkstätten bleiben. Die BSAG setzt unterdessen Ersatzbusse ein, wie Meyer sagte. Einzelne Fahrten müssten dennoch ausfallen. Gestern traf es neun Kurse, so der Sprecher.

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