Mord an Bremerin: Verdächtige wird verhört

Bremen - Nach dem gewaltsamen Tod einer 51-Jährigen in Bremen verdächtigt die Polizei deren Bekannte.

„Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Finderin“, sagte Staatsanwalt Uwe Picard am Mittwoch. Die Frau hatte am Dienstagnachmittag die Polizei gerufen. Sie gab an, kurz zuvor die Tote in deren Wohnung entdeckt zu haben. Es gebe aber Anhaltspunkte dafür, dass sie die 51-Jährige getötet haben könnte, sagte Picard.

Die 51-Jährige war am Dienstag in Horn-Lehe ermordet worden. Wie die Polizei am frühen Abend mitteilte, hatten die alarmierten Rettungskräfte noch am Fundort in der Wohnung vergeblich versucht, die Frau zu reanimieren.

Wie sie umgebracht wurde, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Auch das Motiv war zunächst unklar. „Wir sind voll bei den Ermittlungen“, sagte Picard. Die Todeszeit steht dagegen mit ziemlicher Sicherheit fest: Nachbarn hatten die Frau gegen 15.00 Uhr am Dienstag noch lebend gesehen. Etwas mehr als eine Stunde später ging dann der Notruf ein. Die Fahnder wollten die Verdächtige am Mittwoch weiter befragen, um zu klären, in welcher Beziehung sie zu dem Opfer stand.

23-Jähriger in Autohaus ermordet

Nur wenige Stunden nach dem Mord in Horn-Lehe ist es in Bremen zu einem weiteren Mord gekommen. In der Nacht wurde ein 23-Jähriger mit tödlichen Verletzungen in einem Autohaus gefunden.

Der junge Mann war nach der Arbeit nicht wie üblich zu seiner Freundin in die gemeinsame Wohnung in die Neustadt zurückgekehrt. Nachdem auch seine Eltern bis in die Morgenstunden keinen Kontakt zu ihm hatten, meldeten sie sich bei der Polizei. Gegen 2.30 Uhr entdeckten Beamte den tödlich Verletzten an seiner Arbeitsstätte in einem Bremer Autohaus. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig unklar. Die Polizei nahm einen 28 Jahre alten Arbeitskollegen als Verdächtigen fest. „Es handelt sich eindeutig um ein Tötungsdelikt“, sagte Staatsanwalt Uwe Picard. Wie der junge Mann gestorben ist, dazu wollte er sich nicht äußern. Die Leiche soll voraussichtlich noch am Mittwoch obduziert werden.

Seit dem 18. Dezember vergangenen Jahres sind mittlerweile sehcs Menschen in Bremen ermordet worden, darunter fünf Frauen. Damals hatte ein ehemaliger Schüler seine Lehrerin in Brmen-Nord erstochen. Am 11. Januar stach ein psychisch gestörter Täter in Findorff auf zwei Frauen ein und tötete beide. Nur einen Monat später ereignete sich der nächste Mord in Habenhausen. Dort wurde eine junge Frau von ihrem Ex-Freund erstochen, der sich anschließend selbst das Leben nahm.

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