Antrittsbesuch im Februar

Bundespräsident Steinmeier: Zwei Tage in Bremen und Bremerhaven

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Bald wird er vor der Bremer Speckflagge zu sehen sein: Frank-Walter Steinmeier macht an der Weser seinen Antrittsbesuch als Bundespräsident.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Roter Teppich hier, Goldenes Buch dort – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt seine Deutschlandreise am Dienstag und Mittwoch, 27. und 28. Februar, mit seinem Antrittsbesuch in Bremen fort – gut ein Jahr nach seiner Wahl zum zwölften Bundespräsidenten. Und dabei besucht er nicht nur Bremens Altstadt, sondern auch Bremen-Nord – und Bremerhaven. Steinmeier, Jahrgang 1956, kommt mit seiner Frau Elke Büdenbender nach Bremen. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) nimmt das Paar in Empfang.

Jugend, Ehrenamt, Engagement für die Demokratie – Themen, die bei Steinmeiers Reise eine große Rolle spielen; auch in Bremen. So zum Beispiel bei einem abendlichen Bürgerempfang, den der Bürgermeister zu Ehren des Bundespräsidenten in der Oberen Halle des Rathauses geben wird. „Hier wird das Staatsoberhaupt mit freiwillig Engagierten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft sprechen“, sagte ein Sprecher.

Und im Haus Schütting, dem Sitz der Handelskammer, trifft Steinmeier auf Ehrenamtliche, die als Ausbildungsberater und in den Prüfungsausschüssen aktiv sind – sowie auf Präses Harald Emigholz, Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger und Lutz Oelsner, Präsident der Unternehmensverbände im Lande Bremen.

Gründliche Sicherheitsvorkehrungen

Bei allen Terminen gibt es gründliche Sicherheitsvorkehrungen. Am Dienstag wird Steinmeier sich zunächst einmal in Bremens Goldenes Buch eintragen – so, wie es zuletzt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) getan hat. Zuvor rollt Bürgermeister Sieling dem Bundespräsidenten den roten Teppich aus – oder besser: er lässt ihn für Steinmeier ausrollen. Steinmeier wird von der Ehreneskorte der Polizei zum Rathaus begleitet. Sieling stellt dem Gast die Senatsmitglieder vor.

Ein paar Schritte weiter, im Haus der Bürgerschaft, wird Steinmeier mit 83 Jugendlichen – exakt so viele Sitze gibt es im Bremer Landesparlament – über politisches Engagement, entsprechende Projekte („Nacht der Jugend“, „Dem Hass keine Chance“) und Demokratie sprechen. Bürgerschaftspräsident Christian Weber trifft er ebenso wie die Präsidentin des Staatsgerichtshofes, Ilsemarie Meyer.

Verschiedene Besuche stehen an

In Bremen-Nord besucht Steinmeier die Firma Kröger-Bau (seit 132 Jahren im Familienbesitz, Chef: Jan-Gerd Kröger), wo er mit Jugendlichen über das Thema „Ausbildung im Handwerk“ spricht.

Anschließend geht es weiter zum Denkort Bunker „Valentin“. Dort steht ein Rundgang mit dem Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Dr. Thomas Köcher, auf dem Programm. Und auch eine Kranzniederlegung am Mahnmal „Vernichtung durch Arbeit“ – in Gedenken an die Opfer des Bunkerbaus.

Um moderne Forschung und die Seefischerei sowie um den Plastikmüll in den Weltmeeren geht es später beim Besuch des Neubaus der beiden Thünen-Institute für Seefischerei und für Fischereiökologie in Bremerhaven. Steinmeier und Büdenbender treffen in der Seestadt auf Forscher – und natürlich auf den Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sowie die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert.

Auch der Zweite Weltkrieg ist Thema

Mit Blick auf das Forschungsschiff „Walther Herwig II“ werden Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Dr. Gerd Kraus und Dr. Reinhold Hanel den Bundespräsidenten begrüßen. „Forschung zur Entwicklung der Fischbestände, Untersuchungen zur Meeresumwelt und Schadstoffen, Radioaktivität und Mikroplastik, Optimierung der Aquakultur“ – so fasst ein Sprecher eine Reihe der Themen zusammen, mit denen Steinmeier in Bremerhaven zu tun haben dürfte.

Ein weiteres Seestadt-Thema: Geschichte. Die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges sind Ausgangspunkt des „Tages der stadtgeschichtlichen Bildung“, der in Bremerhaven seit 2015 am Jahrestag des Bombardements vom 18. September 1944 begangen wird. In dieser Nacht wurden weite Teile der Innenstadt durch Bomben der alliierten Streitkräfte zerstört. Am „Tag der Stadtgeschichte“ spüren Schüler in Bremerhaven der Vergangenheit nach, besuchen Orte und Schauplätze der Geschichte.

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