Gründungszentrum „Hanse Kitchen“

Bremen bietet Start-ups zwei Küchen an

Das Gründungszentrum „Hanse Kitchen“ ist eröffnet: Mit dabei ist Nina Orjaneli, die mit ihrem Catering-Unternehmen „Maemani“ vor allem georgische Spezialitäten anbietet.
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Das Gründungszentrum „Hanse Kitchen“ ist eröffnet: Mit dabei ist Nina Orjaneli, die mit ihrem Catering-Unternehmen „Maemani“ vor allem georgische Spezialitäten anbietet.

Bremen – „Ready for Start-up“: Eine mit allerlei Genuss- und Lebensmitteln gefüllte Bremer Rakete fliegt ins All. Das jedenfalls suggerieren die Flyer und Plakate im „Beckstage“ in der ÖVB-Arena auf der Bürgerweide. Die Produktionsküche in jenem „Beckstage“ sowie die Entwicklungsküche in der Alten Schnapsfabrik in der Neustadt werden zu Standorten eines neuen Gründungszentrums für die Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft.

Zu einem Fixpunkt für Produktion und Vermarktung innovativer Ideen. Zum Food Hub „Hanse Kitchen“. Das Food Hub solle zu „einem neuen wichtigen Baustein für eine starke und kreative Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft im Land Bremen“ werden, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) am Mittwoch bei der Eröffnung. Es soll Start-ups ansprechen, die dann von der Idee bis zum fertigen Produkt begleitet werden.

„Das Land Bremen steht für Innovation – und verbindet als Hansestadt eine lange Tradition in der Lebensmittelwirtschaft“, so Vogt. Die Branche habe zwar in der Hansestadt große Player wie den Cerealienproduzenten Kellogg verloren, aber unter dem Strich keine Arbeitsplätze eingebüßt, weil sich aus Start-ups immer neue Firmen entwickelten.

„Papa Türk“ zählt dazu, diverse Brauereien, Brennereien und Röstereien. Und das Unternehmen „Reishunger“, das in einer Garage angefangen habe und mittlerweile der größte Mieter auf dem Großmarkt sei, sagte Hans Peter Schneider, Chef der Bremer Messe- und Veranstaltungsdachgesellschaft M3B. Die Produktionsküche im „Beckstage“ und die Entwicklungsküche in der Alten Schnapsfabrik sind Vorschaltstufen auf dem Weg zu einem zentralen Standort für das Food Hub „Hanse Kitchen“ auf dem Großmarkt in der Überseestadt, der laut Vogt 2022 „fertig werden soll, wenn es glatt läuft“.

Bis dahin können sich die Start-ups in den beiden Küchen stunden- und tageweise „zu günstigen Preisen“ einmieten – und eben die professionelle Technik und das Equipment für die Produktion kleiner Chargen nutzen: Kochkessel, Kippbratpfannen, Gemüseschneider, Thermomix, Kühlhaus, Trockenlager und so weiter.

Die Vorarbeiten für das Projekt liefen seit vier Jahren, sagte Projektleiter Christian Holz. Der Umsetzung seien ausgiebige Analysen vorangestellt worden – darunter eine detaillierte Branchenanalyse der Universität Bremen, eine Machbarkeitsstudie sowie ein Konzept, das all diese Ergebnisse zusammengeführt hat, um einen nachhaltigen Ansatz zu verfolgen. „Mit dem Konzept soll eine branchenbezogene inhaltliche Food-Start-up-Förderung eingerichtet werden“, heißt es. Schneider brachte es auf den Punkt: „Wichtig ist, dass viele weitere Bremer Produkte den Weg ins Regal finden.“

Im „Hanse Kitchen“ dabei sind derzeit unter anderem Nina Orjaneli, die seit 2017 das Catering- und Foodunternehmen „Maemani“ mit Fokus auf die georgische Küche betreibt, sowie Sandra Malcherek von der Bremer „Sirupmanufaktur“, die Sirup in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbietet.

Weitere Infos zum Food Hub gibt es online: www.hansekitchen.de

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