ZWISCHEN SCHNOOR & SCHLACHTE

Zwei Köche, eine Küche, 20 Jahre in Bremen

Zwei Italiener in ihrem Bremer Reich: Federico Aragona und Salvatore Ruggiero in der Küche der Trattoria „Del Bosco“. 
Foto: RINGHOTEL MUNTE
+
Zwei Italiener in ihrem Bremer Reich: Federico Aragona und Salvatore Ruggiero in der Küche der Trattoria „Del Bosco“. Foto: RINGHOTEL MUNTE

Bremen – 20 Jahre sind eine lange Zeit, besonders in der Gastronomie, wo die Uhren oft anders gehen als andernorts. In der Branche wechseln Personal und Name des Lokals ja bisweilen häufiger als die Rezepte.

20 Jahre sind da eine kleine Ewigkeit, der Beweis außergewöhnlicher Kontinuität – für die es womöglich kein besonderes Rezept gibt. Manchmal passt eben einfach alles wie bei einem Gericht, in dem alle Zutaten harmonisch zusammenwirken.

Womit wir in der Trattoria „Del Bosco“ im Hotel Munte am Stadtwald angekommen wären. Am 7. Juli 2000, vor nunmehr 20 Jahren also, haben die Hotelinhaber Detlef und Jan Pauls das Lokal in ihrem Haus eröffnet. Und seither – seit eben 20 Jahren! – sind Federico Aragona (63) und Salvatore Ruggiero (53) dort für die Küche verantwortlich. Salute!

Aus Kalabrien nach Bremen

„Wir gehören inzwischen zum Inventar“, erklärt Aragona. Wie aber wird man das? Nun, die beiden Süditaliener kamen vor gut 30 Jahren nach Deutschland – Aragona zunächst zum Arbeiten nach Süddeutschland, Ruggiero zu Besuch nach Bremen, wo er dann kurzerhand blieb.

In der Hansestadt lernten sich die beiden Kalabresen kennen. Sie arbeiteten in den 90er Jahren im Delikatessbereich des damaligen Kaufhauses Horten in der Bremer Innenstadt. Hier entdeckte sie Jan Pauls – und bot ihnen im Jahr 2000 die Küchenverantwortung für seine neue Trattoria an.

Und im „Del Bosco“, da sind Aragona und Ruggiero dann eben geblieben. „Das Betriebsklima im Hotel Munte ist prima“, so Ruggiero. „Wir fühlen uns hier wie in einer großen Familie.“

Wichtigster Wunsch: „Corona muss weg!“

Vermisst haben Federico Aragona und Salvatore Ruggiero in all den Jahren am Stadtwald lediglich die süditalienische Sonne. Die bremische Sonne ist einfach nicht die Sonne Kalabriens. . . Ihr aktuell wichtigster Wunsch für die Zukunft: „Corona muss weg.“ Immerhin öffnete die Trattoria im Mai wieder, so dass Aragona und Ruggiero wieder Pizza und Pasta, Antipasti, Fleisch- und Fischgerichte zubereiten. Und auf der Terrasse der Trattoria gibt‘s all die schönen Dinge zwar nicht mit Blick auf Kalabrien, wohl aber mit Blick auf den Stadtwald. Buon appetito!

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Meistgelesene Artikel

Bremer Einzelhändler haben Angst vor Verödung der Innenstadt

Bremer Einzelhändler haben Angst vor Verödung der Innenstadt

Bremer Einzelhändler haben Angst vor Verödung der Innenstadt
Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten
Einfach jung bleiben: Was dieser Altersforscher rät und welche Tipps er dafür parat hat

Einfach jung bleiben: Was dieser Altersforscher rät und welche Tipps er dafür parat hat

Einfach jung bleiben: Was dieser Altersforscher rät und welche Tipps er dafür parat hat
Bremen und Hamburg wollen Häfen fusionieren: Was wird aus Bremerhaven?

Bremen und Hamburg wollen Häfen fusionieren: Was wird aus Bremerhaven?

Bremen und Hamburg wollen Häfen fusionieren: Was wird aus Bremerhaven?

Kommentare