Endspurt auf der Galopprennbahn

Zusatzrenntag in der Bremer Vahr

Am Sonntag öffnet sich zum letzten Mal in diesem Jahr die Startmaschine auf der Galopprennbahn in der Vahr. - Foto: Marc Rühl
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Am Sonntag öffnet sich zum letzten Mal in diesem Jahr die Startmaschine auf der Galopprennbahn in der Vahr.

Bremen - Mit einem Zusatzrenntag endet am Sonntag, 22. Oktober, die Galopp-Saison auf dem Turfgelände in der Bremer Vahr und womöglich die Galopp-Ära in Bremen. Das Ende ist zumindest absehbar und politisch mehrheitlich gewollt. Soll heißen: Die Weichen für die Bebauung des Areals sind gestellt.

Auf der grünen Wiese sollen rund 1.000 neue Wohnungen hochgezogen werden. Die Stadt hat dem Rennverein zum Ende dieses Jahres gekündigt. Und mittlerweile hat Bremen auch die Golf-Range aus ihrem langfristigen Nutzungsvertrag herausgekauft. Mit 3,89 Millionen Euro lassen sich die Golfer den vorzeitigen Ausstieg bis zum Jahr 2020 versüßen. Der ursprüngliche Pachtvertrag lief bis zum Jahr 2034.

Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) bezeichnete die Einigung mit der Golf-Range als „Meilenstein für die Entwicklung des Rennbahngeländes“. Bremen sichere sich „Entwicklungsperspektiven als wachsende Stadt“. Er rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2020. Zumindest solange darf die Golf-Range den Betrieb auf der Golfanlage „ohne Einschränkungen“ fortsetzen. Verzögern sich die Bauarbeiten, verlängert sich womöglich die Nutzung.

Zurück zum Pferdesport: Die Veranstaltung am Sonntag beginnt um 12.45 Uhr. Neun Rennen werden am „Erntedank-Renntag“ gestartet, darunter zwei Hindernisrennen. Genannt wurden insgesamt 79 Pferde, die aus dem Bundesgebiet sowie aus den Niederlanden, Belgien und Schweden anreisen. Auch die Bremer Galopptrainer haben Pferde genannt.

11.500 Zuschauer in der Saison

„Wir hoffen, dass uns wieder so viele Bremer wie an den vergangenen Renntagen unterstützen“, sagt Rennvereinspräsidentin Tonya Rogge. „11.500 Zuschauer hatten wir in dieser Saison, welcher Sportverein in Bremen abgesehen von Werder erfährt diesen Zuspruch?“

Ein Runder Tisch mit Vertretern der Stadt Bremen und dem neuen Rennbahnpächter Landolf von Kürten habe aus terminlichen Gründen noch nicht stattgefunden, sagt Frank Lenk, Sprecher des Rennvereins. Wunsch sei es, auch im Jahr 2018 Galopprennen in der Bremer Vahr zu veranstalten.

Der Bremer Rennverein unterstützt auch die Bürgerinitiative Rennbahngelände bei ihrem Kampf, die traditionsreiche Galopprennbahn zu erhalten. Die Initiative wird am Renntag mit einem Stand auf der Bahn vertreten sein. Sie hat Bürgerschaftspräsident Christian Weber jüngst ein Paket mit 5.019 Unterschriften für den Erhalt der Rennbahn übergeben. 

je

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