Zusammen mit Alex Rasmussen soll der Bremen-Titel verteidigt werden / Grasmann beinhart

Kalz nach Rotterdam-Aus: „Das war nur ein Einrollen“

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Die Titelverteidiger Marcel Kalz (links) und Alex Rasmussen sondieren schon mal das Teilnehmerfeld. Dabei wirkt der Däne etwas skeptisch, ob das mit dem erneuten Sieg in Bremen klappen kann.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Beim Blick auf den Endstand des am Dienstag zu Ende gegangenen Sechstagerennens von Rotterdam mag den Machern der gestern gestarteten 52. Bremer Sixdays ein Schock durch die Glieder gefahren sein. Bremen-Titelverteidiger Marcel Kalz stieg vor der letzten Jagd vom Rad und gab auf. Gestern kam jedoch die Entwarnung. „Alles gut. Ich bin voll da. Rotterdam war nur ein Einrollen für Bremen.“

Der 28-Jährige klärte gestern am Rande der Fahrerbesprechung auf: „Mein Partner Lucas Liß hatte eine Sehnenscheidenentzündung und musste passen. Ich hatte zwar auch leichte Probleme mit dem Gesäß, hätte aber fahren können. Doch der Partner war ja nicht mehr da. Und mit einem anderen Fahrer um Platz zehn zu fahren, hätte doch auch nichts gebracht.“

Bremen jedoch ist nun eine echte Herzensangelegenheit von „Kalle“, „denn ich habe noch nie mit demselbben Partner einen Titel verteidigt. Das ist wirklich ein Anreiz für mich, es hier in Bremen mit Alex Rasmussen zu schaffen.“ Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig, am Finalabend in Rotterdam vor Ort, war erleichtert: „Die Blessur von Marcel ist nicht schlimm. Er wird in Bremen 100 Prozent geben können.“

Die Aufschrift auf dem T-Shirt von Andreas Müller ist sicherlich nicht ernst gemeint...

Bei der Fahrerbesprechung ermahnte Weispfennig seine „Schäfchen“, sich wie Profis zu verhalten und unter anderem pünktlich zu den einzelnen Wettbewerben auf der Bahn zu erscheinen. Und Hallenchef Peter Rengel fügte noch mit einem Lächeln hinzu: „Jungs, behandelt die Hotelzimmer bitte wie eure eigenen. Zum Glück gibt es hier im Hotel kein Schwimmbad...“ Hintergrund: Vor Jahren soll es in einem anderen Hotel zu später Stunde zu nicht unerheblicher Geräuschentwicklung gekommen sein. Neben Kalz/Rasmussen rechnen sich auch Christian Grasmann und Kenny de Ketele (Belgien) gute Siegchancen aus. Der 34-jährige Münchner Grasmann belegte zusammen mit Partner Morgan Kneisky (Frankreich) Platz zwei in Rotterdam und musste sich nur den Spaniern Albert Torres/Sebastian Mora geschlagen geben. „Es läuft ganz gut bei mir, und in Bremen will ich mindestens aufs Podium kommen.“

Wie schon im vergangenen Jahr in Bremen, so musste Grasmann auch jetzt in Rotterdam nach der ersten Nacht um sein Verbleiben im Rennen bangen. In der Hansestadt hatte Grasmann 2015 nach einem Sturz Blut gehustet, hielt aber durch. Jetzt in Rotterdam stürzte der Chef der Maloja Pushbikers erneut, wobei einige Lungenbläschen platzten. Grasmann gab aber nicht auf, sondern schaffte es immerhin noch auf Platz zwei – und hat für Bremen ein erstes Ziel: „Wenn ich die erste Nacht unfallfrei überstehe, mache ich mir eine Kerbe in den Lenker.“

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