Nur die Zukunft zählt

Mehrere tausend Besucher pilgern zum Publikumstag des Raumfahrtkongresses

Wie sich Vehikel auf den verschiedensten Terrains bewegen, zeigte dieser Aussteller beim IAC-Publikumstag. - Foto: Koller
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Wie sich Vehikel auf den verschiedensten Terrains bewegen, zeigte dieser Aussteller beim IAC-Publikumstag.

Bremen - Von Steffen Koller. So fern und doch so nah: Beim Publikumstag des Internationalen Raumfahrtkongress (IAC) in Bremen pilgerten am Mittwoch mehrere Tausend Besucher in die Messehallen auf der Bürgerweide. Zwischen krümellosen Brötchen für Astronauten, Live-Schaltung zur ISS und übergroßen Ausstellungsstücken aus aller Herren Länder, wurde eines besonders deutlich: Nur die Zukunft zählt. Und die will gestalten werden. Am besten mit allen. Und für alle.

„Space is big. Space is public“ lautet das Motto, das es dem normalen Besucher ermöglicht, eben auch in die Welt von Schwerelosigkeit, unendlicher Weite, Raketen, Sonden und Satelliten abzutauchen. Die Veranstalter hätten den Tag auch „Space is Future“, also das All ist die Zukunft nennen können. Es hätte den sprichwörtlichen Nagel wohl noch besser auf dessen Kopf getroffen. 

143 Aussteller aus Indien, Korea, Belgien, Wales, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Portugal und vielen anderen Ländern – sie alle, das offenbarten riesige an der Decke hängende Schilder, haben nur Augen für das Kommende. Was einmal war, darauf will sich keiner ausruhen. Das, was kommt, oder kommen kann, ist entscheidend. „Create your Future in Space“, „All together in Space“, „The Future is yours“ – man muss die englische Sprache nicht in Perfektion beherrschen, um zu verstehen, was uns die Raumfahrtindustrie sagen möchte: Wer groß denken will, muss nach oben gucken.

Der Flug zum Mars bleibt für viele ein Traum. Doch zur kurzen Flucht aus dem Alltag genügen „Virtual-Reality“-Brillen.

Dass dieser Gedanke sich durch alle nur erdenklichen Bereiche der Raumfahrt zieht, lässt sich gut am Beispiel von „Bake in Space“ festmachen. Das Bremer Start-Up-Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brötchen ins All zu bringen. Doch nicht irgendwelches Backwerk. Krümeln dürfen sie nicht, das hat oberste Priorität, sagt Geschäftsführer Sebastian Marcu. 

Krümel als Gefahrenquelle? „Ja“, meint Marcu, „geraten sie in Geräte, kann das ein Risiko sein.“ Was bislang Zukunftsmusik ist, soll in den nächsten Jahren Realität werden. Einer, der davon profitieren könnte, wäre Alexander Gerst. Der Deutsche ist nun offiziell Kommandant der internationalen Raumstation ISS – und per Live-Schaltung sehen Tausende von Besuchern, wie er feierlich befördert wird. Aber auch im großen Maßstab zu denken, ist angesagt.

Satellitenmodelle, Kameraobjektive, Mondfahrzeuge – umso größer die Ausstellungsobjekte, desto häufiger zücken Besucher ihre Smartphones, schießen Fotos oder lassen die schieren Ausmaße einfach auf sich wirken. Ein junger Mann ruft vielsagend „sick“ und meint damit wohl die „kranken“ Abmessungen vieler Modelle. 

Der Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress

Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
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143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
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Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller
Publikumstag beim Internationalen Raumfahrtkongress IAC in Bremen
143 Aussteller präsentierten sich den Besuchern. © Mediengruppe Kreiszeitung/S. Koller

Aus den Lautsprechern der Aussteller hallen Ansagen wie „Verstehen, wie alles zusammenhängt“ und „Verstehen, wie alles entstand“ durch die „Exhibition Hall“. Filigrane Innenansichten verschiedenster Technik stehen in Glasvitrinen zur Schau, Vertreter aus Kanada, Italien und der Raumfahrtagenturen Esa (Europa) und Nasa (USa) sowie vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutern die Trends der Zukunft.

DNA ins All schicken? Bald möglich. Leben auf dem Mars? Längst in Planung. Detailgetreue Fotos aus über einer Million Kilometer Entfernung? Schon lange machbar. Was rund 6 000 Experten noch bis Freitag hinter verschlossenen Türen diskutieren, scheint für viele Besucher ein Stück greifbarer. Der eigentliche Griff nach den Sternen wird so immer wahrscheinlicher.

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