250 Grundschüler gestalten ihre Wohnungen / Ausstellung im alten Postamt

Das Zuhause ist vielfältig

Melanie (l.) und Victoria bestaunen eine von 220 Wohnungen in der Ausstellung „Meine Welt zu Hause“. ·
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Melanie (l.) und Victoria bestaunen eine von 220 Wohnungen in der Ausstellung „Meine Welt zu Hause“. ·

Bremen - Von Viviane Reineking - Die Stadt ist lebendig, vielfältig und bunt. Und: begehbar. 26 Häuser gibt es hier. Manche schmal und hoch, andere eher lang. Sie beherbergen vier, acht, manchmal auch zwölf Wohnungen. Insgesamt 220 an der Zahl.

Gestaltet haben sie rund 250 Grundschüler aus ganz Bremen für die Ausstellung „Meine Welt zu Hause“, die bis Freitag, 5. Oktober, im alten Postamt 5 zu sehen ist.

Zwei Katzen liegen schläfrig auf dem Teppich, vor ihnen ein Wollknäuel. Zwischen ihnen steht ein junges, blondes Mädchen. So stellt sich die neunjährige Erika von der Grundschule Auf den Heuen in Oslebshausen ihr Zuhause vor. Deshalb durften die Samtpfoten aus Ton in ihrem Wohnmodul auf keinen Fall fehlen: „Die gehören zu meinem Zuhause dazu.“

Zwischen Hip-Hop-Weg, Beste-Freunde-Straße und Vanilleeis-Weg geben die Hauser den Blick frei auf die unterschiedlichsten Vorstellungen vom „Zuhause“. Sportlich geht es beispielsweise zu in einer Wohnung mit grünem Fußballfeld und Tischtennisplatte. Staffelei, Pinsel und Farben, dazu zwei Models, schöne Kleider und ein verzierter Spiegel lassen den Betrachter darauf schließen, dass der Bewohner kreativ und dazu an Mode und Schönheit interessiert ist. Auch die Werder-Raute und Familienmitglieder dürfen in einigen vier Wänden natürlich nicht fehlen.

Grundschüler aus neun Schulen und sieben Bremer Stadtteilen haben ihr Wohnmodul gestaltet und sich dabei von ihren Zuhause-Gefühlen leiten lassen. „Die Kinder beschäftigten sich emotional mit ihrem Zuhause, suchten mit Hilfe künstlerischer Techniken Antworten auf Fragen nach ihrem Lieblingsplatz zu Hause, warum sie sich dort wohlfühlen, und auch, wie und wo sie gerne leben möchten“, so Katrin Höpker vom stadtweiten, interdisziplinären Kulturprojekt „Zuhause.anderswo“ von „Quartier“, dem Institut Français, der Shakespeare Company und dem Steptext Dance Project, in dessen Rahmen „Meine Welt zu Hause“ entstanden ist.

Gestern wurde die Ausstellung durch Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) eröffnet und gemeinsam mit dem Projekt „Lügen wie gedruckt“ als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet. In der Druckwerkstatt haben Kinder und Erwachsene die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt und wundersame Lügengeschichten mit „Zuhause-Gefühl“ geschaffen. Texte, Radierungen und Linoldrucke sind ebenfalls im Rahmen der Ausstellung zu sehen.

„Wir haben Wohnungen zu einem Haus zusammengefasst, bei dem sich die Kinder untereinander vorher nur über Steckbriefe kennengelernt haben“, so Höpker. „Mit den Häusern ist auf diese Weise auch ein ganz neues Miteinander entstanden.“ Zu sehen ist die Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr im alten Postamt 5, An der Weide 50.

http://www.zuhauseanderswo.com

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