Sabine Marquardt eröffnet die „Bremer Bonbon-Manufaktur“ im Handwerkerhof der Böttcherstraße

Zuckerbäckerei zum Zugucken

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Hier entsteht Süßes: Sabine Marquardt (l.) und Zuckerbäckerin Julia Schäfer bei der Arbeit. Im Regal: Aromen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Verführerisch zieht ein fruchtiger Duft durch den Handwerkerhof in der Böttcherstraße. Pfirsich? Erdbeere? Orange? Was auch immer es ist, es wirkt anziehend. In der Böttcherstraße nämlich werden jetzt Bonbons produziert – in Handarbeit.

Sabine Marquardt öffnete dort gestern ihre „Bremer Bonbon-Manufaktur“. Handwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen und die Produkte dieser Arbeit kaufen können: Marquardts Manufaktur liegt in gewisser Weise in der Tradition der Straße. Mäzen Ludwig Roselius (1874 bis 1943) wollte Schauwerkstätten für hochwertiges Kunsthandwerk im Handwerkerhof haben. Die Arbeit der Manufaktur passt zu dieser Idee. Betrachtet man den Andrang, dann ist die Böttcherstraße um eine echte Attraktion reicher geworden. Schon in den Tagen vor der offiziellen Eröffnung strömten Passanten und Bremen-Besucher in den Hof und zu Sabine Marquardt.

Bunte Bonbons und Lollis.

Das Geschäft ist so gestaltet, dass schon das Schaufenster Einblicke in die Kunst der Zuckerbäckerei erlaubt. Innen, in den Regalen, stehen mit bunt gestreiften Bonbons gefüllte Gläser dicht an dicht: Grüner Apfel, Ananas, Sieben-Kräuter-Mischung. „Riechen tut‘s gut, schmecken tut‘s lecker, bunt ist es auch – ein Vergnügen für alle Sinne.“ So beschreibt Böttcherstraßen-Geschäftsführerin Susanne Gerlach ihre Neuansiedlung.

Eine Neuansiedlung, die auch eine Neugründung ist. „Handgemachte Bonbons mit natürlichen Zutaten“ – Sabine Marquardt träumte schon lange von dem, was nun auf den Etiketten ihrer Gläser steht. Es begann beim Urlaub mit der Familie. Auf dem Weg nach Finnland, in Schweden, fuhren die Marquardts durch Gränna. „Dort sind die Zuckerstangen erfunden worden“, erklärt Sabine Marquardt im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da haben wir uns die Nasen plattgedrückt.“ Denn auch in Gränna können Besucher den Zuckerbäckern zugucken – wie jetzt in der Böttcherstraße. Hier entstehen die Bonbons und Zuckerstangen mit den charakteristischen bunten Streifen nun nach schwedischem Rezept.

Manufaktur und Geschäft im Handwerkerhof.

Denn bevor sie ihre Manufaktur eröffnete, ist Sabine Marquardt bei den schwedischen Zuckerbäckern sozusagen in die Lehre gegangen. Sie reiste nach Gränna und ließ sich dort die Geheimnisse der Bonbonkünstler erklären. Eine historische, aber vor allem funktionstüchtige Bonbonpresse spürte die Gründerin dann in Dänemark auf.

Ob Limette oder Menthol-Lakritz – verkauft werden die Bonbons aus der Bremer Manufaktur im Glas, nicht in der Tüte. „So sind sie am besten gegen Luftfeuchtigkeit geschützt“, sagt Sabine Marquardt . Die Arbeit mit den Bonbons, den Angestellten und den Kunden macht ihr sichtlich Spaß – sie selbst drückt es so aus: „Man kann ein Stück Freude weitergeben.“ Eine Freude mit verführerischem Duft.

WWW.bremer-bonbon-manufaktur.de

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