„Zucker“ plant Clubbetrieb und Diskothek

Bremer Kulturkollektiv kauft Hochbunker

Eine Kreuzung an der Einfahrt zur Überseestadt. Im Hintergrund steht ein Bunker mit markanten Wandbildern.
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Markante Wandbilder: Der Hochbunker an der Einfahrt zur Überseestadt ist jetzt ans Künstlerkollektiv „Zucker“ verkauft worden.

Ein alter Hochbunker in Bremen soll zum Kunst- und Kulturort mit Club und Diskothek werden. Der Verein „Zucker“ hat den Betonklotz in der Überseestadt gekauft.

Bremen – Der Deal ist nach einer mehrjährigen Hängepartie unter Dach und Fach: Der Verein „Zucker“ hat den Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße gekauft. Und mit der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) einen Erbpachtvertrag über 70 Jahre für das rund 1 300 Quadratmeter große Bunkergrundstück geschlossen.

Das Künstlerkollektiv will in dem achtstöckigen Betonbau am Eingang zur Überseestadt einen Kunst- und Kulturort mit Clubbetrieb und Diskothek schaffen. „Über die Höhe der Erbpacht und den Verkaufspreis des Bunkers machen die Beteiligten aus Gründen der Vertraulichkeit keine Angaben“, sagte eine WFB-Sprecherin.

Der zu Kriegszeiten 1941 als Luftschutzraum und Ersatz-Operationssaal für das Diakonissenkrankenhaus gebaute Bunker ist etwa 30 Meter hoch. Markant und weithin sichtbar sind seine Wandbilder. Haushohe Figuren in Schwarz-Weiß schauen mit dem Fernglas auf den Betrachter. Der Künstler Victor Ash schuf das Werk „Look at me, look at you“ (Schau mich an, schau dich an) zum Evangelischen Kirchentag in Bremen 2009.

Markante Wandbilder

„Es ist eine tolle Nachricht, dass nach vielen Jahren der Verein ,Zucker‘ endlich wieder einen Platz für alternative Kunst- und Clubkultur gefunden hat. Damit gewinnt Bremen im Bereich der Club- und Veranstaltungsszene wieder an Stärke“, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Die kulturpolitische der Grünen, Kai Wargalla, reagierte weit euphorischer. Sie sprach von einer „Sternstunde für Alternativkultur“ und „unfassbar tollen Nachricht“. Wargalla kommentierte: „Die Umnutzung des Bunkers ist ein Riesengewinn für die Überseestadt und ganz Bremen.“

„Ein Riesengewinn für Bremen“

Der Verein „Zucker“ war seit einigen Jahren auf der Suche nach einer passenden Immobilie für sein Projekt „Zucker-Club“. Vor etwa drei Jahren geriet der Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße als passender Ort ins Visier des Kollektivs. Der Senat beschloss daraufhin im Mai 2018 die freihändige Vermarktung des Bunkers an „Zucker“. Die städtischen Gremien stimmten der Vergabe des Erbbaurechts ebenfalls zu. Und in langen Verhandlungen haben WFB und Wirtschaftsressort auch die Bedenken der Grundstücksnachbarn hinsichtlich einer möglichen Beeinträchtigung ihrer Betriebsabläufe aus dem Weg geräumt.

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