Zirkus „Flic Flac“ zeigt Mitte Mai das neue Programm „Höchststrafe“

Draufgängerisch

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Presstermin mit Ensemblemitgliedern des Zirkus „Flic Flac“ hinter bremischen Gittern auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt. Titel der neuen Show: „Höchststrafe“.

Bremen - Er ist draufgängerisch, riskant und unkonventionell, der Zirkus „Flic Flac“. Das sagt jedenfalls Direktor Benno Kastein, selbst übrigens jahrelang Artist. Wer „Flic Flac“ schon mal gesehen hat, kann diese Einschätzung bestätigen. Mit der neuen Show „Höchststrafe“ gastiert der Zirkus vom 14. Mai (Himmelfahrt) bis 31. Mai auf der Bremer Bürgerweide.

Gegründet wurde der Zirkus 1989 von Benno Kastein, seinem Bruder Lothar und ihren Ehefrauen Scarlett und Gabi, und zwar in ihrer Heimatstadt Bocholt. „Flic Flac“ setzt vor allem auf Artistik und haut so manch einen Besucher auch schon mal mit schriller Musik fast vom Hocker. Bei den gewagten Motocross-Stunts müssen die Besucher starke Nerven haben.

Nach einer Pause vor fünf Jahren kam Benno Kastein im Sommer 2013 mit einem neuen Programm zurück. Er verspricht ein „energiegeladenes und knallhartes Programm“. „Wir inszenieren das Risiko“, betont der Zirkusmann.

Fans der modernen und immer etwas schrägen Show dürfen sich wieder auf reichlich Licht-, Lasertechnik, Motorengeheul, brachiale Rockbeats und jede Menge gewagte Stunts freuen. Etwa 40 Artisten sind mit von der Partie.

Im „Globe of Speed“ rasen die Motorradfahrer in wahnwitzigem Tempo durch die Stahlkugel. Rauf, runter, kopfüber, kreuz und quer, die Helldriver sind ein Markenzeichen von „Flic Flac“ und waren in Bremen vor Jahren schon zu sehen. Die Freestyle Jumper der „Mad Flying Bikes“ rasen mit ihren Motocross-Maschinen eine Rampe hoch, um in der Luft zu drehen und Salti zu springen. Nicht weniger spektakulär sind die Sprungfolgen und Flugelemente der Akrobaten auf dem luftgefüllten Air-Track. Nervenkitzel versprechen auch die fliegenden Menschen an der russischen Schaukel.

Die beiden Direktorentöchter Larissa und Tatjana sind in Papas Fußstapfen getreten. Eine schlängelt sich am senkrechten Pole entlang, die andere zeigt kraftvolle Handstandakrobatik. Comedy gibt‘s auch noch.

Für die Show werden auf der Bürgerweide fünf Zelt-anlagen im gelb-schwarzen Design aufgebaut. Der Durchmesser eines Hauptzeltes misst 42 Meter. Um das Zeltdach zu nähen, werden mehr als 3 000 Quadratmeter PVC-Planen gebraucht. Einmal aufgebaut, wird das gesamte Gewicht des Zeltes von vier 21 Meter hohen Hauptmasten getragen,

„Flic Flac“ beschäftigt nach eigenen Angaben knapp 90 Mitarbeiter aus sieben Nationen, ein Drittel davon als Artisten. Daneben gehören Bühnen-, Sound- und Lichtanlagentechniker sowie Verwaltungsangestellte zur Crew. Wenn es auf Tour geht, wird das gesamte Material in 62 Transporte verpackt und mit acht Zugmaschinen von einem zum anderen Gastspielort gebracht. Dann sind 600 Tonnen Equipment per Achse unterwegs.

Die Premiere findet am 14. Mai (Himmelfahrt) um 20 Uhr statt. Das Zeit fasst 1 200 Zuschauer. Karten kosten etwa 20 bis 40 Euro und sind in den Geschäftsstellen unserer Zeitung zu haben.

gn

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