Zirkus Charles Knie auf der Bremer Bürgerweide

Irre Sprünge und edle Pferde

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Das italienische Duo „Medini“ zeigt einen Rollschuh-Act mit rasanter Geschwindigkeit und waghalsigen Tricks. Zu sehen ist das junge Paar im Zirkus Charles Knie, der vom 5. bis 21. Mai auf der Bremer Bürgerweide gastiert. 

Bremen - Von Viviane Reineking. 21 Artisten und Tierlehrer, rund 100 Tiere aus allen Kontinenten, ein achtköpfiges Orchester und vier Tänzerinnen – wenn der Zirkus Charles Knie vom 5. bis zum 21. Mai mit einer neuen Produktion in Bremen gastiert, wird es voll auf der Bürgerweide. „Wir vereinen die unterschiedlichsten Talente zu einem großen Ganzen aus Zirkus, Theater, Musik und Show“, wirbt Direktor und Inhaber Sascha Melnjak.

Der 42-jährige Stuttgarter hat den Zirkus 2007 von Tierlehrer Charles Knie übernommen. Knie, ein Vetter der bekannten Schweizer Zirkusdynastie Knie, hatte nach Angaben eines Zirkussprechers beschlossen, seinen Familienbetrieb zu verkaufen, um sich einen Kindheitstraum zu erfüllen: einen eigenen Tierpark in Australien zu eröffnen.

Traditioneller Zirkus, modern interpretiert: Elemente aus Show und Theater, Tanz und Gesang sorgen dafür, dass sich alle Altersklassen unterhalten fühlten, heißt es. Das Ensemble jedenfalls ist international besetzt. Die Akteure kommen etwa aus Russland, Polen, der Ukraine, Italien, Ecuador, Australien, Venezuela und Chile.

Zum ersten Mal mit von der Partie ist der deutsche Tierlehrer Jochen Träger-Krenzola. Er zeigt Dressuren mit Zwei- und Vierbeinern wie Ziegen, Katzen, Zwerg- und Laufenten, Minischweinen, Truthähnen und Papageien, heißt es in der Ankündigung.

Miniponys, Zebras, Kamele, exotische Rinder, Lamas und Kängurus präsentiert Marek Jama, der mit seinen Tierdarbietungen auf dem 41. Zirkusfestival von Monte Carlo die höchste Auszeichnung des Festivals, den „Silbernen Clown“, von Prinzessin Stéphanie von Monaco entgegennahm. Auf der Bürgerweide zeigt Jama unter anderem auch seine Freiheitsdressur mit zwölf edlen Friesen- und Araberhengsten sowie die Hohe Schule der Reitkunst – gemeinsam mit dem Show-Ballett des Zirkus’ Knie. Trotz des Wildtier-Verbots für Zirkusse in Bremen will der Zirkus übrigens alle Tiere mit nach Bremen bringen, sagte Sprecher Patrick Adolph, der auf einen gültigen Vertrag verwies.

„Irre Sprünge auf dem Trampolin“, musikalisch begleitet von Bluesrhythmen, erleben die Zuschauer beim Auftritt der „Wulber Brothers“. Die sechsköpfige Truppe „Flying Wulber“ zeigt unterschiedliche Flugfiguren wie Würfe und Pirouetten sowie den Dreifach-Salto-Mortale (Italienisch für „Todessprung“) bis unters Zeltdach.

Frech ist der Auftritt von Clown Henry aus Venezuela. Er ist nach Angaben des Zirkus‘ Knie zum ersten Mal in einer deutschen Manege zu sehen. Handstandartistik mit einer Mischung aus Kraft und Ästhetik, das präsentieren die australischen Messoudi-Brüder in der Zirkusmanege und zeigen auch, dass sie Meister der Tempojonglage sind. Für die Kontorsionistik – also das Verbiegen des Körpers bis hin zu eigentlich menschenunmöglichen Verrenkungen – zuständig ist Cesar Pindo aus Ecuador. Außerdem mit dabei ist das italienische Duo „Medini“ mit seinem rasanten Rollschuh-Act.

Vorstellungen in dem Zirkuszelt, das eine Kuppelhöhe von 13 Metern und einen Durchmesser von 38,50 Metern hat, finden vom 5. bis zum 21. Mai täglich um 16 und 19.30 Uhr statt. Sonntags gibt es Vorstellungen um 11 sowie um 15 Uhr, montags ist spielfrei.

Tickets gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung. Eine Tierschau bietet der Zirkus Knie täglich (außer sonntags) von 10 bis 13 Uhr sowie in den Vorstellungspausen an.

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