Ziel: Mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen / Häfenressort erwartet Anstieg auf 770 Güterzüge pro Woche

Bremen baut die Hafeneisenbahn aus

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Am Hafenbahnhof Imsumer Deich: Senator Martin Günthner (r.) und Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe schauen auf die Anlage, die jetzt erweitert werden soll.

Bremerhaven - Mehr Güterverkehr auf die Schiene – da ist das rot-grün regierte Bremen natürlich dabei. Etwa 40 Millionen Euro gibt Bremen in den nächsten Jahren aus, um das Gleisnetz der Hafeneisenbahn in Bremerhaven auszubauen, teilt das Wirtschafts- und Häfenressort mit.

Am Rand des Containerterminals wird jetzt das größte Einzelprojekt aus diesem Investitionspaket umgesetzt. Für insgesamt 29,5 Millionen Euro lässt die Hafengesellschaft Bremenports den Hafenbahnhof Imsumer Deich erweitern. Bisher standen den Bahnunternehmen dort neben der Senator-Borttscheller-Straße acht zuglange Gleise zur Verfügung. In zwei Jahren sollen es 16 sein.

„Bremen investiert hier bedarfsgerecht in die Zukunft des Auto- und Containerhafens“, sagte Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner (SPD) dieser Tage beim offiziellen Baubeginn. Günthner erinnerte an die starken Zuwächse, die die Hafenbahn in den vergangenen Jahren geprägt und an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hätten. 2014 wurde der Überseehafen Bremerhaven von insgesamt 30200 Güterzügen (eingehend/ausgehend) bedient. Das waren durchschnittlich 581 Züge pro Woche – in der Spitze wurden sogar 660 Züge gezählt. Für 2015 führt die Statistik bereits zwölf Wochen auf, in denen der Überseehafen von mehr als 620 Güterzügen angesteuert oder verlassen wurde.

Trotz der derzeit schwachen Konjunktur in vielen Teilen der Welt werde der Seegüterumschlag weiter wachsen, sagte Günthner. „Dies wirkt sich direkt auf die Kapazität der Hafeneisenbahn aus. Mittelfristig rechnen wir in Bremerhaven mit einem Anstieg auf 770 Güterzüge pro Woche. Zu den aktuellen Investitionen in neue Gleise und moderne Bahntechnik gibt es deshalb keine Alternative.“

Wie der Senator ergänzte, erreicht die Schiene im Bremerhavener Container-Hinterland-Verkehr einen Marktanteil von 47 Prozent. Dieser Wert sei der höchste in einem europäischen Hafen und ein Beleg für die Stärke des Eisenbahnhafens. Bei den Autoverkehren liege der Hinterland-Marktanteil der Schiene bei rund 80 Prozent. Die Aussicht auf einen weiter wachsenden Umschlag erhöhe den Druck auf Logistiker, Verkehrsträger und Hafeninfrastruktur, so Günthner. „Die BLG Logistics Group hat mit dem Bau eines neuen Autoregals am Nordhafen dringend benötigte Kapazitäten geschaffen, wir tun das Gleiche mit öffentlichen Investitionen in neue Bahngleise.“ Die acht neuen Gleise des Hafenbahnhofs Imsumer Deich werden jeweils etwa 750 Meter lang sein.

Jetzt seien Bund und Deutsche Bahn gefordert. Im Dreieck Bremerhaven-Hamburg-Hannover müsse in die Schiene investiert werden, so Günthner.

kuz

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