Nach Drogenkonsum des Abgeordneten

Zicht legt Mandat nieder

Bremen -  Der Grünen-Bürgerschaftsabgeordnete Wilko Zicht hat am Donnerstag sein Mandat niedergelegt. Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Politiker, weil er im Internet Drogen bestellt haben soll.

Wilko Zicht. - Foto: Archiv

„Es trifft zu, dass ich in der Zeit vor meiner Abgeordneten-Tätigkeit Drogen zum Eigengebrauch erworben habe. Dies sollte in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht strafbar sein. Aber Abgeordnete müssen sich an Recht und Gesetz auch dann halten, wenn sie die aktuelle Gesetzeslage nicht für richtig und in punkto Drogenpolitik für gescheitert halten“, erklärte Zicht. Und weiter: „Bei der Hausdurchsuchung wurden Betäubungsmittel gefunden, die ersichtlich aus früheren Jahren stammen. Um Schaden von meiner Fraktion und der Koalition abzuwenden, lege ich mein Mandat nieder.“

In der Zeit von Dezember 2013 bis Dezember 2014 soll Zicht 20 Mal Drogen wie Speed und MDMA online bestellt haben – im sogenannten Darknet. Mitglied der Bremischen Bürgerschaft war er seit dem 8. Juni 2015. Die Hinweise auf die Online-Bestellungen bekamen die Bremer Ermittler von der amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI und von der europäischen Polizeibehörde Europol.

Maike Schaefer, Fraktionschefin der Grünen, sagte zu Zichts Mandatsniederlegung: „Wir als Fraktion haben den allergrößten Respekt vor dieser Entscheidung von Wilko Zicht. Wir wissen, dass ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, weil er mit Herzblut seine politische Tätigkeit ausgeübt hat. Für uns ist das ein menschlicher und fachlicher Verlust.“ - kuz

Rubriklistenbild: © dpa

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