Bremen investiert 32,7 Millionen Euro in die neue Westkaje des Kaiserhafens

Zentrale Zukunftsaufgabe

Die neue Westkaje ist fertig: Häfensenatorin Claudia Schilling und Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe strahlen in die Kamera.
+
Die neue Westkaje ist fertig: Häfensenatorin Claudia Schilling und Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe strahlen in die Kamera.

Bremerhaven – Es ist vollbracht: Die 500 Meter lange Westkaje im Kaiserhafen III in Bremerhaven ist nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellt worden. 32,7 Millionen Euro hat das Land Bremen in das Projekt investiert.

Mit der Westkaje sei ein weiteres Stück maritimer Infrastruktur umfassend modernisiert worden, sagte Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD). „Die zeitgemäße Weiterentwicklung der Hafenanlagen ist für den Senat eine zentrale Zukunftsaufgabe.“ Mit dem Rückbau der alten Kaje sei das Becken des Kaiserhafens III um neun Meter breiter geworden ist, ergänzte Schilling. „Das erleichtert größeren Schiffen das Manövrieren und schafft neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Nutzung der Kaje.“

Gefährdete Standfestigkeit

Der Kaiserhafen III wurde von 1907 bis 1909 als Stichhafen angelegt. Nach mehr als 100 Jahren war die Standfestigkeit der alten Westkaje substanziell gefährdet. Deshalb hatten Senat und Deputation im Dezember 2015 die erforderlichen Mittel bewilligt, um einen 500 Meter langen Abschnitt der 800 Meter langen Kaje neu zu bauen.

Nach umfangreichen Vorplanungen legten die Hafenbauer im Sommer 2017 los. Zunächst wurden Fundamente und Hindernisse einer alten Verladerampe geräumt. Anschließend wurde die neue Kaje als Spundwandbauwerk mit Betonholm und Rückverankerung hergestellt. Nach Fertigstellung der neuen Kaje wurde die alte Kajenkonstruktion mit ihren 2 600 hölzernen Gründungspfählen zurückgebaut und der Boden vor der neuen Kaje bis zur Solltiefe abgetragen, sagte ein Sprecher des Häfenressorts.

Durch den Neubau entfielen zudem Liegeplätze für Arbeitsschiffe der Hafengesellschaft Bremenports. Aus diesem Grund wurde auf der Nordseite des Kaiserhafens eine 120 Meter lange Steganlage geschaffen. Alles in allem seien für den Kajenbau etwa 4 400 Tonnen Spundwandstahl und 3 500 Kubikmeter Stahlbeton verbaut und 50 000 Kubikmeter Boden ausgehoben worden, so der Sprecher.

„Eine Fülle von Detailproblemen“

„Bei der Realisierung waren eine Fülle von Detailproblemen zu klären“, sagte Robert Howe, Geschäftsführer von Bremenports. „Das hat letztlich dazu geführt, dass sich die Fertigstellung gegenüber der Ursprungsplanung verzögert hat.“

Mit dem Neubau der Kaje  66 im stadtbremischen Überseehafengebiet Bremerhavens an der Einfahrt zur Nordschleuse sei die nächste Großbaustelle bereits in Arbeit, sagt Howe. Die Projektkosten für den Neubau der 320 Meter langen Kaje betragen 17,7 Millionen Euro. Für die Arbeiten sind 18 Monate bis Ende 2021 veranschlagt.

„Unser Auftrag ist es, die politisch beschlossene Erneuerung der Hafenanlagen sorgsam zu planen und umzusetzen“, so Howe. Mit dem Neubau der Columbuskaje und der neuen Einfahrt in den Fischereihafen bereite Bremenports „weitere Projekte zur Stärkung der Hafeninfrastruktur“ mit Hochdruck vor.

Einbußen in den Häfen

Die Bremischen Häfen haben „deutlich geringere Umschlagsrückgänge als zu Beginn der Corona-Pandemie befürchtet“, sagt das Häfenressort. Der Gesamtumschlag sei im ersten Halbjahr 2020 um 4,3 Prozent auf 34,5 Millionen Tonnen, der Containerumschlag lag im ersten Halbjahr bei 2,3 Millionen Einheiten (TEU), was einem Minus von 4,8 Prozent. Der Automobilumschlag blieb mit 695 000 umgeschlagenen Fahrzeugen hingegen deutlich hinter den Vergleichszahlen aus dem Vorjahr zurück. Das entspricht einem Rückgang von 36,3 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Japanische Roadsterträume in Italien

Japanische Roadsterträume in Italien

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Mit Kindern durchs Ruppiner Land

Mit Kindern durchs Ruppiner Land

Federgras in Hülle und Fülle

Federgras in Hülle und Fülle

Meistgelesene Artikel

Schüsse auf einen Rocker in Huchting: Polizei ermittelt mutmaßlichen Schützen

Schüsse auf einen Rocker in Huchting: Polizei ermittelt mutmaßlichen Schützen

Schüsse auf einen Rocker in Huchting: Polizei ermittelt mutmaßlichen Schützen
Patienten kommen im Februar

Patienten kommen im Februar

Patienten kommen im Februar
Bremen: 25-Jährige liefert sich Verfolgungsjagd auf der A1 - dann sehen Polizisten, wer im Auto sitzt

Bremen: 25-Jährige liefert sich Verfolgungsjagd auf der A1 - dann sehen Polizisten, wer im Auto sitzt

Bremen: 25-Jährige liefert sich Verfolgungsjagd auf der A1 - dann sehen Polizisten, wer im Auto sitzt
„Ischa Freipaak“: Schausteller stimmen Freimarkt-Alternative ohne Alkohol zu

„Ischa Freipaak“: Schausteller stimmen Freimarkt-Alternative ohne Alkohol zu

„Ischa Freipaak“: Schausteller stimmen Freimarkt-Alternative ohne Alkohol zu

Kommentare