Ausstellung im Gesundheitsressort

Gesundes Arbeiten: Zeit, Energie, Wertschätzung

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Andrea Kraft vom Referat Arbeitsschutz des Gesundheitsressorts an einer Station der Ausstellung, die bis zum 14. Juni an der Contrescarpe 72 zu sehen ist.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Was ist gesundes Arbeiten? Eine Frage, um die eine Ausstellung kreist, die bis Mittwoch, 14. Juni, im Foyer des Bremer Gesundheitsressorts (Contrescarpe 72) zu sehen ist. Eine Ausstellung, die sich stark auf Praxis-Beispiele konzentriert.

Die Wanderausstellung richtet sich an Führungskräfte ebenso wie an deren Mitarbeiter – und sie rückt das körperliche, geistige und psychische Wohlergehen in Zeiten zunehmender Hektik und Arbeitsverdichtung in den Fokus. An sechs Stationen geht es unter dem Titel „Für unsere Arbeit brauchen wir. . .“ um die Themenfelder „verlässliche Bedingungen“, „Wertschätzung“, „Energie“, „ausreichend Zeit“, „passende Aufgaben“ und „ein gutes Team“.

Interviews und – eben – Praxisbeispiele dazu füllen die Ausstellungstafeln. Hinzu kommen Elemente, die sie aktive und spielerische Auseinandersetzung anregen sollen. Tipps zum Mitnehmen stehen ebenfalls bereit.

Beispiel Zeit: Das Telefon klingelt, eine E-Mail kommt rein, ein Kollege steht mit einer dringenden Frage am Tisch – und alles gleichzeitig. Da ist Multi-Tasking gefragt, doch: „Am Ende eines Arbeitstages voller Unterbrechungen und Multi-Tasking stehen meist viele angefangene Baustellen und das Gefühl, nichts geschafft zu haben, obwohl man den ganzen Tag unter Spannung stand“, heißt es in einem Info-Blatt aus der Ausstellung. „Das macht auf Dauer unzufrieden und krank.“

Maßnahmen gegen Unterbrechungen nötig

Was also ist zu tun? Der Rat: Regeln und Methoden etablieren, die „Unterbrechungen und Störungen reduzieren“. So helfe es beispielsweise, Aufgaben nach einem festen Modell in vier Gruppen einzuteilen: wichtige, die sofort zu erledigen sind, ebenfalls wichtige, die noch etwas Zeit haben und folglich terminiert werden können und unwichtige, die zwar als eilig gelten, aber auch verschoben oder delegiert werden können. Vierte Gruppe: Aufgaben, die tatsächlich unwichtig sind. Die müssten dann auch wirklich abgesagt und vergessen werden. Auch die fehlende Trennung zwischen Arbeit und Freizeit könne der Gesundheit schaden, heißt es. Flexibler organisierte Arbeitszeiten könnten hier für Entspannung und Stressreduzierung sorgen.

Bei der Teamarbeit wiederum sei es wichtig, dass sich alle Beteiligten mitverantwortlich fühlen. Ziele sollten klar formuliert und auch kommuniziert werden – und: „Ziele sollten realistisch sein“, wie es im Ausstellungsmaterial heißt. Es folgt ein Konfuzius-Zitat: „Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher.“

www.für-unsere-arbeit.de

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