Temporäre City-Galerie zeigt Interpretationen von 31 Künstlern

Im Zeichen des Städtebaus

Achim Breitkopf (l.) und Jan-Peter Halves freuen sich in der City-Galerie auf eine lebendige Diskussion zwischen Künstlern und Besuchern. Foto: DAVIDS

Bremen - Von Tido Davids. „Bremen: gestern, heute, morgen“ – das ist das Motto der temporären City-Galerie (Am Wall 153-156). 31  Künstler präsentieren ihre Interpretation der Bilder von Hans Saebens. Ausgangspunkt war die aktuelle Sonderausstellung „Hans Saebens. Bilder für Bremen (1930 bis 1969)“ des Focke-Museums. Bis zum 14.  Dezember können Besucher die Galerie kostenlos besuchen und mit Künstlern ins Gespräch kommen. Während der Öffnungszeiten (montags bis sonnabends, 11 bis 18 Uhr) übernehmen die Künstler selbst die Betreuung der Galerie.

Mit dabei sind Werke unterschiedlichster Art: Rieke Blendermanns Acryl-Bilder beschäftigen sich ausschließlich mit der Sögestraße ab 2030, Christian Reimanns Uhren haben statt Zahlen ikonische Bremer Bauwerke als Ziffern. Die City-Galerie vereint plastisch und abstrakt arbeitende Künstler genauso wie riesige Skulpturen und filigrane Bilder. Dabei stehen alle ausgestellten Werke gleichzeitig zum Verkauf. Besonders begeistert zeigt sich Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Einzelhändlervereinigung City-Initiative, von Cornelia Fenders Werken, die das City-Gate darstellen: „Es zeigt sich, wie sehr Städtebau die Menschen bewegt“, sagt Halves.

Inspiriert durch die Bilder des Fotografen Hans Saebens, stehen die ausgestellten Werke ganz im Zeichen Bremens und seiner städtebaulichen Entwicklung. Dementsprechend wurde der aktuelle Ausstellungsort gezielt ausgesucht. Immer wieder wird über Strategien zur Belebung des Walls diskutiert. Auch der jetzige Ausstellungsort stand zwei Jahre leer. „Durch die Zwischennutzung leerstehender Ladenflächen bringen wir Kunst und Kultur mitten in die Stadt und schaffen einen Ort für Diskussionen“, sagt Halves. Die beteiligten Künstler sind von der gebotenen Möglichkeit begeistert. „Wir Künstler würden ohne die City-Initiative solche Räume nicht nutzen können“, betont Achim Breitkopf, Kurator der „City-Galerie“. Bereits zum siebten Mal begleitet er die Ausstellung. Mittlerweile habe sich ein fester Stamm an beteiligten Künstlern gebildet, „ich würde das zukünftig aber auch mit 100 Beteiligten machen. Vorausgesetzt, wir finden den passenden Raum dafür“, sagt Breitkopf. Ziel der Veranstaltung sei es, durch Kunst und Workshops einen kreativen Austausch entstehen zu lassen. „Städtebau geht uns alle etwas an“, sagt Halves.

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