Zehn-Millionen-Euro-Projekt

Bremens Wohnzimmer wird saniert

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Der neue Teppich ist schon verlegt – Direktor Karsten Kenneweg im Restaurantbereich des Park Hotels. Bremens feinste Adresse wird gegenwärtig für zehn Millionen Euro saniert.

Bremen – „Ich sehe gerade, das ist das Sofa aus der Shanghai-Suite“, sagt Karsten Kenneweg. Der Direktor des Park Hotels blickt aus dem Fenster, als das blaue Möbelstück aus dem Fünf-Sterne-Superior-Haus getragen wird. Szenen wie diese bekommt er im Moment dauernd zu sehen. Seit Sommer wird das Park Hotel für zehn Millionen Euro saniert. Bis November wird das noch dauern – bei laufendem Betrieb.

„Die Gäste gehen da sehr sportlich mit um“, sagt Kenneweg. „Es staubt und kracht.“ Aber so, dass die Gäste möglichst wenig davon mitbekommen. Mit den verschiedenen Gewerken und der hauseigenen Technik werde deshalb Tag für Tag aufs Neue kommuniziert, so der Direktor. Damit (zum Beispiel) die lauten Bohrer nur dann loslegen, wenn Tagungs-Teilnehmer gerade eine Pause machen – um die Tagung nicht zu stören.

So ist vielleicht mal zu überhören, dass hier eine Menge passiert. Aber es ist nicht zu übersehen. Das beginnt schon bei den durch provisorische Gipswände zweigeteilten Fluren: Auf der einen Seite normaler Hotelbetrieb, hinter den Gipswänden Umbauarbeiten.

Ganz geschlossen ist der Haupteingang. Von außen sind Folien an den Scheiben zu sehen, innen verbirgt ein großer Vorhang das Geschehen. Die Lobby wird komplett neu gemacht. Die große Rezeption alter Schule verschwindet, stattdessen wird es mehrere Desks geben. Begegnung auf Augenhöhe, mehr Privatsphäre beim Check-in – das sind die Stichworte dazu.

Gipswände teilen einzelne Hotelflure.

Dort, wo bislang das Direktorenbüro war, entsteht jetzt ein „Salon“. Hier können Gäste unter anderem exklusive Lesungen und Vorträge besuchen. Der „Salon“ soll ein Ort sein, an dem Gäste schon ein wenig ins bremische Kultur- und Freizeitangebot eintauchen können.

Das klassische Park-Hotel-Grün bleibt, aber es kommen neue Farben hinzu – so zum Beispiel der charakteristisch leuchtende Trend-Ton „Koralle“. Einen neuen Look bekommt auch die Kuppelhalle, markantes Herzstück des Hauses. „Das Bremer Wohnzimmer“, wie Kenneweg sagt. Und bremischer soll es hier werden: Im Zentrum der Kuppelhalle, deren Deckenbemalung bleibt, steht zukünftig ein „Bremer Tisch“ mit Produkten und Spezialitäten aus der Region – das eine oder andere davon wird so nur im Park Hotel angeboten werden, heißt es. Mit Details wie speziellen Tees oder besonderen Säften aus Bremen wird das Haus wieder mehr in der Hansestadt verankert.

Ausdrücken wird sich das ab November auch im Namen. Der Zusatz „Dorint“ verschwindet wieder aus dem Hotelnamen, die Bremer haben eh immer nur vom „Park Hotel“ gesprochen. Unter seinem alten Namen wird das Haus nun Teil einer Dorint-Luxusmarke.

Türen stehen offen, Mobiliar stapelt sich – im Park Hotel wird gegenwärtig gründlich saniert.

Apropos Luxus. In den zurückliegenden Jahren hatten Gäste verschiedentlich angemerkt, dass das eine oder andere Zimmer eine Überholung vertragen könnte. Nun ist es soweit – und es wird gründlich gemacht. „Es werden alle 100 Zimmer des Hauptgebäudes angefasst“, sagt Direktor Kenneweg, der aus einer Sulinger Hoteliersfamilie stammt.

Die Arbeiten sind vielfältig: Tapeten und Teppiche neu, Stoffe und Armaturen neu. 50 der Zimmer werden komplett umgebaut – von Einzel- zu Doppelzimmern, die gerade an den Wochenenden (von Städtereisenden) stark gefragt seien, so Kenneweg. Hinzu kommen weitere Themen-Suiten wie zum Beispiel eine „Marrakesch-Suite“.

Schon seit Jahresbeginn ist die Küche in mehreren Schritten neu eingerichtet worden. Der Wintergarten wird fortan das Hauptrestaurant des Park Hotels sein, sagt Kenneweg. Der Direktor blickt wieder aus dem Fenster. Dort steht ein Gerüst. Ja, einen neuen Außenanstrich gibt‘s auch; die Balkone werden ebenfalls erneuert.

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