Bremer Gruppe managt mehr als 165 Schiffe

Zeaborn übernimmt Rickmers-Unternehmen

Der Kaufmann Erck Rickmers steht an Deck des Museumsschiffes „Rickmer Rickmers“. Sein Schifffahrtsunternehmen hat er jetzt an die Bremer Zeaborn-Gruppe um Kurt Zech verkauft. - Foto: dpa

Bremen - Kurt Zech, Chef des gleichnamigen Bremer Bauunternehmens und Mit-Eigentümer mehrerer Hotels, startet seit ein paar Jahren auch in der Schiffsbranche durch – und trotzt damit der Krise. Rückwirkend zum 1. Januar hat seine Zeaborn-Gruppe 100 Prozent der Geschäftsanteile an der E.R. Schiffahrt samt Schiffsmakler Harper Peterson & Co. übernommen. Das teilte Holger Römer, Sprecher der Zech-Gruppe, am Montag mit. Die etwa 200 Mitarbeiter an Land und 2 800 auf See werden den Angaben zufolge von Zeaborn übernommen.

Hinter den Buchstaben „E.R.“ steckt der Hamburger Kaufmann Erck Rickmers. Die Zeaborn-Gruppe wurde 2013 von Kurt Zech zusammen mit Ove Meyer und Jan Hendrik Többe gegründet. Erklärtes Ziel: Ausbau der Flotte. Und das setzt Zeaborn nun mit der Übernahme des Rickmers-Unternehmen weiter um. Mit ihrer Flotte haben sich die Bremer weltweit nach oben gearbeitet. In den vergangenen Monaten hatte Kurt Zech insbesondere Schlagzeilen gemacht, weil er die Bremer Innenstadt umbauen will und dafür auch bereits das Parkhaus Mitte gekauft hat, um es abzureißen.

Zurück zum Thema Schifffahrt. Laut Römer wurden die Verträge am 1. Februar unterzeichnet. Das Kartellamt muss noch zustimmen, heißt es. Die Führung bleibt, über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Sitz der Rickmers-Unternehmen bleibt Hamburg. Römer: „Mit der Übernahme der E.R. Schiffahrt wird ein weiterer wichtiger Meilenstein im Aufbau von Zeaborn zum integrierten und weltweit agierenden Schifffahrtsunternehmen in der Linien- und Tramp-Schifffahrt erreicht.“ So wachse die technisch und kommerziell gemanagte Schiffsflotte um 61 Container-Schiffe und 20 Massengutfrachter auf mehr als 165 Schiffe an. Eigene Schiffe hat E.R. Schiffahrt nicht, die Schiffe werden betreut. Es handele sich um ein erfolgreiches und gesundes Unternehmen mit Gewinnen in Millionenhöhe, sagte Erck Rickmers. Nach der Übernahme der Hamburger beschäftigt die Zeaborn-Gruppe nach eigenen Angaben rund 360 Mitarbeiter an Land und mehr als 5 000 auf See. Mit Standorten in Asien, Europa und den USA ist das Unternehmen weltweit vertreten.

2017 hatte Zeaborn bereits aus der Insolvenz der Reederei von Bertram Rickmers, Ercks Bruder, das Geschäft mit dem Schiffsmanagement übernommen. Die Brüder arbeiten seit Jahren völlig getrennt, heißt es. 

gn

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