Zahl der Stromsperren übersteigt das Vorjahresergebnis / Härtefonds gefordert

Grüne: SWB dreht den Saft zu oft ab

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Nicht alle Stromzähler laufen: In den ersten neun Monaten des Jahres hat die SWB 5772 Haushalten den Saft abgedreht.

Bremen - Im Land Bremen dreht der Energieversorger säumigen Kunden offenbar immer noch zu oft den Hahn zu. Das jedenfalls sagen die Grünen.

So geht aus einem Verwaltungsbericht, den die Grünen-Fraktion für die Sitzung der Sozialdeputation angefordert hat, hervor, dass die SWB in 5772 Fällen (Stichtag 30. September) Strom, Wasser und Gas abgestellt hat – 4348-mal in Bremen und 1457-mal in Bremerhaven. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es 7196 Fälle.

„Hält der bisherige Jahrestrend mit durchschnittlich 641 Sperren pro Monat an, wird diese Zahl am Jahresende noch überschritten“, haben die Grünen hochgerechnet. „Damit zeigt die engere Kooperation der SWB mit Behörden bei drohenden Energiesperren offenbar nur geringe Wirkung.“ Die Grünen-Fraktion hält die Anzahl der betroffenen Haushalte weiterhin für viel zu hoch und fordert erneut die Einrichtung eines Härtefonds nach hannoverschem Vorbild. Der 150000 Euro umfassende Fonds in der niedersächsischen Landeshauptstadt wird dort vollständig vom Energieversorger getragen. Damit werden nach klaren Kriterien insbesondere Alte, Kranke, Alleinerziehende und Familien mit kleinen Kindern unterstützt, die finanziell unverschuldet in Not geraten sind.

Die sozialpolitische Sprecherin der Grünen, Susanne Wendland, sagt: „Die Anzahl der Energiesperren ist nach wie vor zu hoch. Wir fordern daher weiterhin einen Härtefonds, damit Strom- und Wassersperren tatsächlich verhindert werden können. Es kann nicht sein, dass Familien mit kleinen Kindern oder auch alten Menschen einfach Wasser oder Strom abgestellt wird.“ Und weiter: „Die SWB hat auch eine soziale Verantwortung.“

je

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