„Auf einen Espresso“ mit Schauspielerin Heidi Jürgens

Yoga bringt Gelassenheit

Yoga gibt Kraft und Ruhe. Heidi Jürgens ist mit Leidenschaft dabei. ·
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Yoga gibt Kraft und Ruhe. Heidi Jürgens ist mit Leidenschaft dabei. ·

Bremen - Von Ilka Langkowski. Heidi Jürgens ist Schauspielerin. Wer sie nicht von der Bühne kennt, hat ihr Gesicht sicherlich schon einmal in der Fernsehwerbung für eine Partneragentur gesehen. Doch sie macht viel mehr.

Jürgens hat am Waldau Theater und am Packhaustheater gespielt, ist auf dem Bremer Theaterschiff engagiert, hat Hörspiele vertont, Filmrollen übernommen und ist Nachrichtensprecherin im Hörfunk – auch auf Platt.

„Die schönsten Momente bei der Theaterarbeit sind, wenn man das Publikum gewinnt“, sagt Jürgens. Sie hat sich Zeit für unsere Serie „Auf einen Espresso“ genommen, in der wir Bremer Prominente und engagierte Macher ein wenig privat vorstellen – mit einem Gegenstand, der für sie eine besondere Bedeutung hat. Die Schauspielerin hat eine schlichte Yogamatte dabei. Vor vier Jahren hat sie das Yoga für sich entdeckt und betreibt mittlerweile Power-Yoga, um ihren sportlichen Ambitionen gerecht zu werden.

Eigentlich war sie, was Sport anbelangt, eher ein fauler Mensch. Jahrelang hatte Jürgens nach einer für sie passenden Sportart gesucht und Verschiedenes ausprobiert. „Das war immer eher aus Vernunft und hat nicht wirklich Spaß gemacht“, sagt sie. Als Bekannte von ihrem Yogakurs erzählten, und Jürgens selbst fand, dass sie etwas beweglicher werden könnte, nahm sie Yoga-Unterricht. Sie entwickelte einen sportlichen Ehrgeiz, auch wenn dies scheinbar im Widerspruch zu den Ambitionen eines Yogis stehen dürfte. Aber die Schauspielerin wollte sich verbessern – ihre Atmung, ihre Beweglichkeit und die Asanas, so nennt man die einzelnen Körperstellungen im Yoga, besser beherrschen.

„Wenn es einem egal ist, ist man mit zu wenig Leidenschaft dabei“, sagt Jürgens und spricht damit ein zentrales Wort, das „Leiden“ an. Denn die Übungen seien anstrengend und teilweise auch schmerzhaft. Die körperliche Fitness erlange man durch Figuren, die gehalten werden müssten. Dabei gehe es viel um Atmung, Balance, Dehnung und Spannung. Das erlernte Wissen lasse sich auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Das gebe Gelassenheit und bringe in manch stressige Alltagssituation mehr Ruhe. Während einer Yogastunde selbst vergisst die Bremerin alles, was sie umtreibt oder quält.

Sechs fixe Fragen

Was verbindet Sie mit Bremen?

Jürgens:Ich bin schon während des Abiturs nach Bremen zur Schauspielschule am Waldau Theater gegangen. Nach dem Abitur ging ich in den Spielbetrieb. Ich habe hier Arbeit und viele Freunde. Auch wenn ich Hamburg als Stadt mag, hat Bremen die richtige Größe.

Welchen Ort mögen Sie besonders?

Jürgens:Mein Zuhause und meinen Garten. Ich bin schon ein häuslicher Typ. Draußen bin ich meistens an der Weser.

Was würden Sie auswärtigen Gästen in Bremen zeigen?

Jürgens:Ganz klassisch. Den Innenstadtbereich und den Bürgerpark mit seinen netten Ecken.

Welches ist Ihr Lieblingstier?

Jürgens:Bis vor zwei Jahren hatten wir einen Hund, den habe ich sehr geliebt. Aber unsere Katze lebt noch. Es wäre ungerecht, dem jeweils anderen Tier gegenüber zu sagen, dass eines von beiden mein Lieblingstier sei. (lacht)

Was würden Sie tun, wenn Sie jetzt spontan einen Tag frei hätten?

Jürgens:Dann würde ich erst einmal Zeitung lesen und anschließend schauen, ob ich beruflich etwas Nützliches tun kann, wozu ich sonst nicht komme. Als Freiberufler heißt es, immer dranzubleiben und bei Gelegenheit Dinge anzuschieben. Als Schauspielerin gibt es ab 40 Jahren eine Altersphase, die man überbrücken muss, bevor man für das Fach „der komischen Alten“ in Frage kommt.

Was macht Sie schwach?

Jürgens:Obst- und Gemüseabteilungen beziehungsweise Wochenmärkte. Da könnte ich alles kaufen. Dann denke ich aber, wie ich das rechtzeitig essen soll, weil ja alles frische Waren sind (lacht).

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