Xenia Rogahn ist ein Gesicht des Volksfestes

„Miss Freimarkt“: Auf den Spuren der Großeltern

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„Miss Freimarkt“ Xenia Rogahn beim Freimarktsumzug mit ihren Großeltern Karl-Heinz und Hannelore Sengstake. Die Sengstakes waren lange Zeit das Gesicht des Bremer Volksfestes.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Xenia Rogahn, „Miss Freimarkt 2017“, hat die große Ehre, der fünften Bremer Jahreszeit ein Gesicht zu geben. Genau mit diesem Ziel hat sich die frischgebackene Abiturientin zu dem Wettbewerb angemeldet. Bemerkenswert: Opa und Oma der „Miss Freimarkt“, Karl-Heinz und Hannelore Sengstake, waren lange das Symbol des Volksfestes.

Das Paar ähnelte einer Zeichnung des Karikaturisten Volker Ernsting. „Das Bild war zuerst da. Die beiden wurden bei einem Casting ausgewählt. Sie sehen der Zeichnung aber extrem ähnlich“, sagt Rogahn. In ihrer Bewerbung gab sie an, dass sie einmal ein bisschen in die Fußstapfen ihrer Großeltern treten wolle.

Rogahn liebt den Freimarkt seit jeher. Zum Freimarktsbummel gehören für sie der Pizza-Stand und gebrannte Mandeln. „Ich kaufe auch öfter mal Lose. Ich habe da aber eher ein Händchen für die Nieten“, scherzt sie. Von Kindheit an fährt sie gerne „Happy Sailor“. Außerdem mag sie den „Commander“. Karussells, bei denen es extrem weit in die Höhe geht, sind dagegen nicht so ihr Ding.

Ein anderer Lebensbereich zeigt deutlich: „Miss Freimarkt“ hat starke Nerven und sicher keine Höhenangst. Rogahn ist ein ausgesprochen sportlicher Mensch. Der Zirkus war lange ihr Hobby. Zehn Jahre trainierte sie: im Alter von fünf bis 15 Jahren – erst beim Zirkus „Bambini“, dann bei der Zirkusschule „Jokes“. Danach hörte sie wegen der Schule auf. „Los ging es mit dem Jonglieren. Dann kam der Handstand. Das ist eigentlich sogar mit das Schwerste, zumindest, wenn man den so richtig lange halten will“, sagt sie. Danach ging es weiter mit Akrobatik. Seiltanz hat sie sich selbst beigebracht.

„Miss Freimarkt“ Xenia Rogahn am Losstand.

Doch ganz besonders hängt das Herz des Teenagers am Turnen mit dem Vertikaltuch. „Man hängt sich rein. Man lässt sich auch mal ein Stück fallen. Das ist fast wie fliegen. Die Arbeit mit dem Tuch ist noch schöner als mit dem Trapez“, sagt Rogahn und ein Strahlen huscht über ihr Gesicht.

Auch ein weiterer Sport der „Miss Freimarkt“ ist sicher nichts für schwache Nerven: Tauchen mit Pressluftflaschen, ganz besonders gerne im Roten Meer. Um dieses Hobby auszuüben, will sie bis zum nächsten Herbst viel um die Welt reisen, soweit ihre Termine als „Miss Freimarkt“ das erlauben. Auf dem Weihnachtsmarkt und der Osterwiese wird sie präsent sein. Noch in diesem Jahr will Xenia nach Australien zum Great Barrier Reef. Später nach Amerika und Asien. Die 18-Jährige fährt auch sehr gerne Snowboard und unterrichtet Grundschüler im Geräteturnen.

Zirkuserfahrung gibt Sicherheit

Durch ihre Zirkuserfahrung hat die junge Frau eine große Sicherheit erreicht, wenn es darum geht, sich vor Menschen zu präsentieren. „Beim ersten Auftritt im Zirkus hatte ich noch Lampenfieber, und mir ist sogar schlecht geworden“, erzählt sie. Davon ist heute nichts mehr zu spüren. Nur, wenn sie vor sehr vielen Leuten reden müsse, sei sie noch nervös. Sowohl in der Zirkusshow als auch bei Auftritten als „Miss Freimarkt“ sei etwas gleich: Im Licht der Scheinwerfer wird es ziemlich warm, und das Licht der Scheinwerfer verdeckt das Publikum. „Nach der Freimarktseröffnung im Bayernzelt fragte mich meine Schwester, ob ich sie gesehen habe. Ich sah bloß die Scheinwerfer, Blitze und den Moderator.“

Hinter der „Miss Freimarkt“ liegt ein Sommer voll harter Arbeit. Denn nach dem Abitur hat die 18-Jährige in Vollzeit in der Gastronomie gearbeitet. „Man steht die ganze Zeit. Wenn ich dann noch ordentlich Überstunden gemacht habe, bin ich wie tot ins Bett gefallen“, sagt Xenia. Noch wohnt die „Miss Freimarkt“ in Mahndorf. Mittelfristig will sie mit ihrer etwas jüngeren Schwester weiter in die Stadt ziehen und Meeresbiologie studieren.

Miss Freimarkt 2004 - 2017

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