Japans Generalkonsul ist dabei

Ausstellung „Cool Japan“ im Übersee-Museum eröffnet

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Musik auf Instrumenten der Geishas aus der Edo-Zeit – das Berliner Ensemble „Shamisen“ spielte zur Ausstellungseröffnung im Übersee-Museum Musik der Edo-Zeit und auch zeitgenössische japanische Stücke.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Eine „wundervolle Ausstellung“ sei es, schwärmte der japanische Generalkonsul Takao Anzawa. Im Übersee-Museum eröffnete er die Ausstellung „Cool Japan – Trend und Tradition“. Sie vereint etwa 800 Objekte sowie sehenswerte Inszenierungen. Darunter ein japanisches Wohnzimmer, das Anzawa „wunderbar“ fand.

„Cool Japan“ dauert bis zum 1. Mai 2018. Für den Generalkonsul ist die Ausstellung „eine besondere Gelegenheit, sich einen Eindruck von der Kultur meines Heimatlandes zu verschaffen“. Die Schau gebe auch Aufschluss darüber, „welche Impulse andere Kulturen“ einer Gesellschaft geben können, sagte Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz.

Karaoke und Emojis, historische Farbholzschnitte und moderne Mangas, Pokémon und Sushi – wie berichtet, schlägt die Ausstellung einen spektakulären Bogen von den historischen Wurzeln und Ursprüngen japanischer Populärkultur mitten hinein in die hochtechnisierte und digitalisierte Welt der Gegenwart.

Kuratorin Dr. Renate Noda, Leiterin der Abteilung Völkerkunde und von Haus aus Japanologin, stellt dem Zeitgenössischen die historischen Ursprünge der japanischen Populärkultur gegenüber – sie liegen in der Edo-Zeit, die von 1600 bis 1868 dauerte. Edo ist der frühere Name der japanischen Hauptstadt Tokio. Die Edo-Zeit war „eine Periode des Friedens“, so Noda, in der sich eine blühende Bürgerkultur entwickelte.

„Vieles von dem, was wir typisch japanisch finden, hat seine Wurzeln in der Edo-Zeit“, sagte Professorin Wiebke Ahrndt, die Direktorin des Übersee-Museums. Noda, die in den 90ern fast sieben Jahre in Japan gelebt hat, erzählte auch aus dem Alltag des Landes. Etwa vom Tamagotchi-Boom. „Die Kinder durften die Tamagotchis nicht in den Kindergarten mitbringen. Also mussten die Mütter sich darum kümmern. . .“

Preise für die Hochseesegler

Beim 81. Hochseeseglerabend der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ (SKWB) sind 350 Hochseesegler aus ganz Deutschland sowie Gäste aus dem In- und Ausland im Bremer Rathaus zusammengekommen.

Jochen Winter berichtete dort über seine Reise durch die Nordwestpassage im Sommer – und wurde genau dafür später am Abend mit dem „Goldenen Kompass“ ausgezeichnet. An Bord der Segelyacht „Morning Haze“ hatte Skipper Winter mit kleiner Crew 4 609 Seemeilen von Aasiat (Grönland) über die Bellotstraße bis Herschel Island (Kanada) zurückgelegt – und zwar in der Zeit von Ende Juli bis Anfang September.

Der 1937 erstmalig vergebene „Goldene Kompass“ gilt als der älteste deutsche Seglerpreis. Er wird für besondere seglerische Leistungen auf Nordsee, Atlantik oder anderen Ozeanen vergeben, so die SKWB.

Der „Silberne Globus“ ging an Carol Smolawa. Als Schiffer der SKWB führte er die „Wappen von Bremen“ von Kirkenes durch die Barentsee über Archangelsk bis nach St. Petersburg. „In 22 Tagen wurden dabei 1 350 Seemeilen in neuem Terrain zurückgelegt“, hieß es bei der Segelkameradschaft. Auf „Neuland für die Schiffe der SKWB“ seien Herausforderungen bewältigt worden. Zur Route gehörten etliche Schleusen- und Brückenmanöver.

Mit dem „Franz-Perlia-Seefahrtspreis der Jugend“ würdigten die Segler eine Ostseereise der Yachtschule des Kieler Yacht-Clubs (KYC). Die beiden Skipper Patrick Floß und Tim Iwahn haben in 26 Tagen die Ostsee (ab und bis Kiel) mit Zielen in Deutschland, Schweden und Dänemark bereist – und dabei mit der Segelyacht „Zukunft“ 1 367 Seemeilen zurückgelegt. Durchschnittsalter der Crewmitglieder: 21 Jahre.

Harm Müller-Spreer nahm als Eigner und Steuermann der Segelyacht „Platoon“ den „Schlüssel-Preis der Freien Hansestadt Bremen“ entgegen, der für Spitzenleistungen deutscher Yachten im Hochsee-Regattasegeln im Ausland verliehen wird. Gewürdigt wurde Müller-Spreers „konstant erfolgreiche Teilnahme an Regatten in den USA und Europa mit seiner international besetzten Crew“.

www.skwb.de

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