„Wunderbare“ und sichere Lage

„Grüne Promenade“ am Weserstadion: Hochwasserschutz und Naherholung

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Einmal rund ums Stadion: Senator Martin Günthner (vorne v. l.), Planer Thorsten Kreikenbaum, Weserstadion-GmbH-Chef Heinz-Günther Zobel und in zweiter Reihe Werder-Boss Dr. Hubertus Hess-Grunewald (r.).

Bremen - Von Ralf Sussek. Der Hochwasserschutz des Weserstadions ist in trockenen Tüchern, sozusagen. Die Spundwände rund um die sportliche Heimat der Grün-Weißen standen schon länger, seit Dezember 2016, um genau zu sein, nun aber – pünktlich zum Start der neuen Bundesliga-Saison – ist auch die „grüne Promenade“ fertiggestellt.

Die „wunderbare Lage“ des Weserstadions sprach Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft Arbeit und Häfen, am Donnerstag gleich zu Beginn an, aber eben auch, dass nun die Hochwassergefahr ums Stadion gebannt sei. Und Günthner zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, „in einem Naherholungsgebiet den Hochwasserschutz einzubetten“. Was im Klartext heißt: Es wurden 5600 Quadratmeter Rasenfläche geschaffen, 1500 Quadratmeter Pflasterung gelegt, 80 Bäume gepflanzt und 1440 Setzlinge für Hecken und Ranken gesetzt, zählte Heinz-Günther Zobel, Geschäftsführer der Bremer Weserstadion GmbH, auf. 

Spundwände aus Stadionsicht kaum zu sehen

Hinter der Westtribüne fängt der Bereich an, der mit „grüne Promenade“ umschrieben ist. Die Spundwände bilden hier meist Abschluss von Böschungen und sind aus Stadionsicht kaum zu sehen. Und sie sind außerhalb des Spundwandrings mit Ranken bepflanzt – die noch recht klein sind. Und deshalb hat das irgendwie was von einem jungen Weinberg. Auch der Senator assoziierte in diese Richtung. Es ist allerdings nicht überliefert, dass der hochveranlagte Mittelfeld-Motor aus besten Werder-Zeiten, Johan Micoud, seines Zeichens Winzer, deshalb an eine Rückkehr an die Weser denkt . . .

Die Spundwand hinter der Westtribüne. Sie bildet den Abschluss der „grünen Promenade“ zur Weser hin.

Die möglichst naturnahe Einbettung der baulichen Eingriffe in die Pauliner Marsch sei von Beginn an Konsens gewesen, sagte Günthner. Wer sich dem Stadion von Westen her nähert, dem fällt als erstes die von Bäumen umsäumte Grünfläche hinter der Westtribüne auf. An ihren Seiten einige der insgesamt 36 neuen Sitzbänke und -gelegenheiten.

Bremen förder Vorhaben mit 2,462 Millionen Euro

All dies schauten sich die Gäste der offiziellen Eröffnung am Donnerstag bei einem Gang rund ums Stadion an: Neben Zobel und Senator Günthner Werder-Boss Dr. Hubertus Hess-Grunewald, der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer Manfred Müller, der frühere Viertel-Ortsamtsleiter Robert Bücking (Grüne) und – allen voran – Chefplaner Thorsten Kreikenbaum (Kreikenbaum & Heinemann), der wie kein Zweiter einen Blick quasi hinter die Spundwand erlaubte. Die läuft jetzt – von einigen Öffnungen abgesehen – rund um Stadion und Stadionbad und endet an beiden Seiten am Osterdeich. Sie hält geschlossen 6,50 Meter Wasserhöhe ab; der höchste jemals gemessene Wert betrug bislang 5,30 Meter, sagte Zobel im Anschluss an den Rundgang – bei einer Deichverteidigungshöhe von 5,50 Metern. 

Nun hat man echte Reserven – zumal das Wasser im Hochwasserfall ja auch „in die Breite“ gehe, so Zobel. An drei Punkten rund ums Stadion stehen Container mit den noch fehlenden Spundwandteilen. Das komplette Vorhaben hat Bremen mit 2,462 Millionen Euro gefördert. „Die Maßnahme konnte fristgerecht unter Einhaltung des Kostenrahmens umgesetzt werden“, heißt es aus dem Günthner-Ressort.

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