Weitere Gastspiele auf dem Theaterschiff

Wunder und Beben

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„Herzbeben“: Axel Wolf.

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Theater: Mehr Gastspiele will das Theaterschiff an der Tiefer jetzt ja anbieten, und es geht munter weiter mit der Umsetzung des Angekündigten. Gleich zwei Gastspiele auf einmal gibt es am Sonntag, 3. Februar. Um 18 Uhr im Kleinen Saal des Schiffs: Axel Wolf. Der Sänger, Mitglied der Bremer Musical-Company, präsentiert sein erstes Soloprogramm.

Unter dem Titel „Herzbeben“ vereint Wolf, 1962 in Bremerhaven geboren, Chansons verschiedener Epochen. Dominik Kroll begleitet ihn dabei am Klavier. „Axel Wolf führt das Publikum auf eine Reise durch die Nacht“, sagt ein Sprecher des Theaterschiffs. Eine Reise durch die Nacht – ab 18 Uhr!

Ebenfalls am Sonntag, 3. Februar, und ebenfalls um 18 Uhr kommt Konrad Stöckel an Bord. Im Großen Saal des Theaterschiffs zeigt er sein Programm „Weltwunder“, angekündigt als „Wissens-Show für die ganze Familie“. Stöckel sei „Entertainer, Zauberer, Hobbywissenschaftler, Erfinder und Verdammt-Verrückte-Dinge-Tester“, heißt es weiter. Wenn das stimmt, dürfte es ja auch nicht übertrieben sein, von einem „Weltwunder“ zu sprechen.

· Musik I: Eben noch spielte er beim Neujahrsempfang der Bremer Grünen, nun tritt er im Haus im Park auf dem Areal des Klinikums Bremen-Ost auf – der Cellist Stephan Schrader mit seiner Solo-Show „Cello-Loop“, in der er sein Cellospiel mit teils verblüffenden Verfremdungseffekten kombiniert.

Wenn Schrader sein 300 Jahre altes Cello mit der Loop-Maschine verbindet, sind plötzlich auch Instrumente wie Schlagzeug und Gitarre zu hören. Oder sind sie es doch nicht?

Schraders Konzert im Haus im Park beginnt am Sonnabend, 2. Februar, um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt acht Euro, hieß es bei der „Kulturambulanz“.

· Musik II: „Zeitzeuge und Komponist – die Kammermusik des Don Jaffé.“ Diesen Titel trägt ein Konzertabend, der heute, am Donnerstag, um 20 Uhr im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee 45 beginnt. Es handelt sich um eine musikalische Retrospektive. „Don Jaffés gesamtes musikalisches Werk ist stark durch die jüdische und seine persönliche Geschichte inspiriert“, sagt eine Sprecherin des Sendesaals.

Ein Abend für

Don Jaffé

Jaffé wurde 1933 in Riga, Lettland, geboren. 1941 flüchtete die jüdische Familie nach Sibirien. Nach der Rückkehr in seine Geburtsstadt erhielt Don Jaffé im Alter von 14 Jahren seinen ersten Cellounterricht. Später trat er als Solist, Kammer- und Orchestermusiker auf – und unterrichtete an der Musikhochschule in Riga. 1971 siedelte die Familie nach Israel über. Jaffé war zeitweilig Solo-Cellist im Orchester des israelischen Rundfunks.

1973 zog er mit seiner Familie nach Deutschland. Nach einem Jahr als Solo-Cellist des Symphonischen Orchesters Berlin wurde er Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Bremen. Zudem lehrte er an der Hochschule. Kurz vor seiner Pensionierung begann er, die Komposition zum Mittelpunkt seines künstlerischen Lebens zu machen.

Heute Abend spielen Ramon Jaffé (Cello), Serafina Jaffé (Cello), Minako Schneegass (Klavier) und Andreas Mildner (Harfe). Eintrittskarten kosten 15 Euro.

http://www.sendesaal-bremen.de

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