Tatorte in Bremen, Achim, Oyten und dem Umland

Große Einbruchsserie gestoppt: Polizei nimmt Bandenmitglieder fest

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Eine entwendete Daimler E-Klasse 

Bremen / Verden - Der Polizei ist ein entscheidender Schlag gegen organisierte Kriminelle gelungen: Die Ermittlergruppe Bremen-Oldenburg konnte mutmaßliche Mitglieder einer Einbrecherbande festnehmen, die für mehr als 100 Einbrüche in Bremen und dem niedersächsischen Umland seit Anfang 2014 verantwortlich sein soll.

Die Tatorte lagen laut Polizeiangaben vornehmlich in den Bremer Stadtteilen Oberneuland, Horn-Lehe, Borgfeld und dem niedersächsischen Umland, insbesondere in Lilienthal, Oyten und Achim. Der entstandene Schaden dürfte dabei weit über eine Millionen Euro liegen.

Einbruch durch die Terrassentür

Die Polizei geht von einer zehnköpfige Einbrecherbande aus Bremen aus, die in wechselnder Beteiligung in mehr als 100 Fällen Wohnungseinbruchsdiebstähle sowie Büro- und Geschäftseinbrüche verübt hat. Überwiegend waren die Wohnungsinhaber bei den Einbrüchen nicht zu Hause. Die Täter hebelten Fenster oder Türen auf und setzten Alarmanlagen außer Betrieb, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Unter anderem suchten die Diebe nach Bargeld, Schmuck und Uhren, Bestecken, Kreditkarten, Unterhaltungselektronik, Laptops, Handys und Sparbüchern. In mehreren Fällen nahmen sie auch Fahrzeugschlüssel und die auf den Grundstücken oder in den Garagen abgestellten Fahrzeuge der Hausbewohner mit.

Schmuck in Diebestasche

Seit etwa vier Monaten ermittelten die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Bremen-Oldenburg und die Staatsanwaltschaft Verden gegen die Einbrecherbande. In der Nacht zum 7. Oktober gelang es Polizeibeamten nun, nach einem Wohnungseinbruch in Oberneuland zunächst drei Tatverdächtige vorläufig festzunehmen. In den Folgetagen konnten vier weitere Tatverdächtige festgenommen werden. Die mutmaßlichen Täter im Alter von 26 bis 42 Jahren stammen aus Bremen. Die Ermittler durchsuchten neben 14 Wohnungen auch mutmaßliche Lagerplätze für Diebesgut in Bremen. Außerdem steht der Inhabers eines An- und Verkaufsgeschäfts aus Bremen unter Verdacht, mit dem Diebesgut gehehlt zu haben.

Insgesamt haben die Beamten mehrere hundert Gegenstände beschlagnahmt. Nach den bisherigen Ermittlungen suchten die Tatverdächtigen im Vorfeld systematisch nach geeigneten Tatobjekten, die von ihnen als "sich lohnend" eingestuft wurden. Obwohl die Täter gezielt nach Wohnhäusern geschaut haben sollen, in denen die Hausbewohner durch Urlaub, Krankheit oder anderen Umständen abwesend waren, trafen sie in einigen Fällen auf dort Schlafende. In einem Fall wurde einer wach gewordenen älteren Hausbewohnerin eine Goldkette gewaltsam vom Hals gerissen.

Die entwendeten Fahrzeuge sind später über das Internet veräußert worden. Das Amtsgericht Verden hat gegen fünf Beschuldigte Untersuchungshaftbefehle erlassen. Vier befinden sich in Untersuchungshaft. Zwei Beschuldigte wurden wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt.

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