Stadt will Veränderungssperre

Wohninvest kauft Coca-Cola-Brache - doch Bremen setzt dem Werder-Sponsor klare Grenzen

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Der Deal ist bestätigt: Wohninvest hat die Coca-Cola-Brache gekauft.

Der schwäbische Immobilienkonzern Wohninvest hat das ehemalige Coca-Cola-Areal in Hemelingen gekauft. Das hat Projektentwickler Konstantin Hägele bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses des Beirats Hemelingen bestätigt.

Bremen –  Das Coca-Cola-Areal ist 3,2 Hektar groß. „Wir sehen hier das Potenzial, wir sehen die Notwendigkeit, etwas zu tun“, sagte Hägele. Wohnivest, das im Sommer für zehn Jahre die Namensrechte für das Weserstadion - die gute Stube von Werder Bremen - gekauft hat, will nach eigenen Angaben in Norddeutschland Fuß fassen.

Auch die Stadtbürgerschaft hat am Dienstag über das brachliegende Areal von Coca Cola sowie die noch länger brachliegende Nachbarfläche der ehemaligen Fleischwarenfabrik Könecke (etwa 5,2 Hektar) diskutiert. Die Stadt will sich für das Areal im Dreieck zwischen den beiden Bahnlinien Bremen-Hannover und Bremen-Osnabrück sowie Hastedter Heerstraße, Sebaldsbrücker Bahnhof und Hemelinger Bahnhofstraße ein Vorkaufsrecht sichern, um auf die zukünftige Gestaltung Einfluss zu nehmen.

Wohninvest muss mit Veränderungssperre auskommen

In der nächsten Woche soll zudem die Baudeputation eine Veränderungssperre für die Dauer von drei Jahren beschließen. Das heißt: Auf dem von Wohninvest gekauften Gelände dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, lediglich die vorhandene Infrastruktur genutzt werden. „Die Stadt bekommt damit Zeit für eine umfassende Bauleitplanung“, sagte Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts.

Der Stadtteilbeirat favorisiert für das Coca-Cola-Areal eine Mischbebauung aus Wohnungsbau mit bis zu 450 Einheiten, Kleingewerbe und Supermarkt.

Hintergrund - das ist Wohninvest

Die Wohninvest Holding GmbH ist ein noch relativ junges Unternehmen, das 2005 gegründet wurde, knapp 90 Mitarbeiter beschäftigt und sein Geld in der Hauptsache mit Büro- und Gewerbeimmobilien verdient. Das Geschäftsmodell sieht den Erwerb, die Entwicklung und den möglichst raschen (und natürlich profitbringenden) Weiterverkauf der Objekte vor - etwas, das bei Werder-Fans gar nicht gut ankommt.

Nur bei 19 Prozent der sich im Bestand von Wohninvest befindlichen Gebäude handelt es sich um Wohnimmobilien. Der Jahresumsatz beträgt 380 Millionen Euro. Das regionale Hauptgeschäftsfeld von Wohninvest ist der Süden Deutschlands, dazu ist das Unternehmen im Ruhrgebiet und im Norden aktiv.

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