Wohngemeinschaft sorgt für Probleme

„Champagner zum Frühstück“ im Union-Theater

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„Zum Wohl!“ Das Union-Theater serviert „Champagner zum Frühstück“ – hier: Eva Gätjen und André Fritsch (stehend) mit Karl-Heinz Wenzel und Karin Schütze (sitzend).

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Champagner zum Frühstück? Kein Problem – gibt es jetzt beim Union-Theater. Gerade erst hat Bremens nach eigener Darstellung „ältestes Liebhabertheater“ ein Jubiläum gefeiert – 125 Jahre Union-Theater (wir berichteten). Im Ensemble stehen ausschließlich Laien, Amateure, Theaterliebhaber.

Sie arbeiten – das ist eine Tradition der Bühne, die in den Räumen der Union-Brauerei an der Theodorstraße in Walle spielt – stets mit professionellen Regisseuren zusammen. Seinen Namen hat das Theater nicht von der Brauerei, auf deren Areal es spielt, sondern von der Kaufmannsvereinigung Union von 1801.

Und nun: Champagner zum Frühstück. Nicht wegen des Jubiläums, sondern weil „Champagner zum Frühstück“ der Titel einer Komödie von Michael Wempner ist, die das Union-Theater jetzt spielt – in der Regie von Karl-Heinz Schwentker. Auf der Bühne: André Fritsch, Eva Gätjen, Claudia Joks, Eva Maria Koch, Margrit Marquardt, Jochen Schmidtmeyer, Karin Schütze und Karl-Heinz Wenzel.

Unverhoffte Wohngemeinschaft

Premiere: Mittwoch, 24. Januar, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen folgen dann bis einschließlich Sonntag, 4. Februar. Eintrittskarten (um 20 Euro) gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung. Das Union-Theater spielt wieder in den Räumen des Bremer Kriminaltheaters in der Waller Union-Brauerei.

Und worum geht‘s? Nun, wer sagt denn, dass Wohngemeinschaften nur etwas für junge Leute sind? Das denken sich auch Marie und Valentin. Beide sind das, was man „rüstige Rentner“ nennt. Marie hat keine Lust mehr, sich von ihrer Tochter bevormunden zu lassen. Und Valentin ist gerade aus dem Seniorenheim geflüchtet. Bei einer Wohnungsbesichtigung treffen beide aufeinander. Da aber nur einer die Wohnung mieten kann, entscheiden sie sich schließlich, dort gemeinsam einzuziehen – die unverhoffte Geburtsstunde einer Wohngemeinschaft.

Schwieriges Zusammenleben

Das Zusammenleben der eigenwilligen Alten gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet. Energischer Widerstand kommt von Maries Tochter und Valentins Sohn, die wenig Verständnis für die neu gegründete Senioren-WG haben.

Zudem müssen sich die zwei Pensionäre auch noch einer neugierigen Nachbarin, Frau Boisen, erwehren. Trotz all der widrigen Umstände versuchen Marie und Valentin, sich ein Heim zu schaffen, wobei das Einrichten der Wohnung mit Möbeln vom Sperrmüll dazu führt, dass Valentin mit einem Fuß im Gefängnis steht. Und die Komödie kann ihren Lauf nehmen. . .

Literarische Berichte aus dem Orient

Palmyra, Baalbek, Aleppo, Damaskus, Bagdad, Kairo und Kabul: Orte, die heute vor allem mit Krieg, Zerstörung und Terror verbunden werden, waren für reisende Europäer vom 18. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert hinein echte Sehnsuchtsorte. Der Orient kam groß in Mode, zumal man – wegen der weitgehenden Unkenntnis über die realen Lebensverhältnisse dort – alle möglichen Träume auf ihn projizieren konnte.

Der „Sehnsuchtsort Orient“ ist denn auch Titel und Thema einer Lesung der Reihe „Kultur auf dem Dach“ in der Stadtbibliothek Huchting (Alter Dorfweg 30–50, zweite Etage – eben auf dem Dach des Roland-Centers). Der Termin: Montag, 29. Januar. Auf dem Huchtinger „Literatursofa“ sitzt dann Dr. Eberhard Schmidt. Seine Lesung beginnt um 18.15 Uhr. Der Eintritt ist frei, so Bibliotheksleiterin Rita Schwickert.

Schmidt liest aus Orient-Berichten europäischer Reisender (und Exzentriker) des 18., 19. und 20. Jahrhunderts – darunter sind Texte von Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Gustave Flaubert und Lady Hester Lucy Stanhope. Die britische Abenteurerin war die erste westliche Frau, die die antike syrische Oasenstadt Palmyra betrat.

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